Airbus A320 (Foto: Robert Spohr).
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Regierung will Air Malta dichtmachen und mit Malta MedAir durchstarten

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Die maltesische Regierung prüft derzeit die Auflösung der staatlichen Fluggesellschaft Air Malta. Hintergrund ist, dass die Lohnkosten als zu teuer gelten, um mit der Konkurrenz aus dem Lowcost-Segment mithalten zu können. Marktführer am Flughafen Luqa ist seit einiger Zeit die Ryanair Group.

Dies geschieht auch vor dem Hintergrund von Zweifeln in der Regierung, dass die Europäische Kommission Maltas Antrag auf ein staatlich finanziertes Corona-Rettungspaket in Höhe von 290 Millionen Euro für Air Malta genehmigen wird. Der Notfallplan würde in Kraft treten, falls Brüssel die staatliche Hilfe nicht genehmigt, was die Entlassung der gesamten Air Malta-Belegschaft zur Folge hätte. Für alle Mitarbeiter, die von der neuen staatlichen Fluggesellschaft wieder eingestellt werden, würden neue Verträge auf der Grundlage der aktuellen Marktbedingungen ausgearbeitet werden.

Nach dem Vorbild von Alitalia/Ita Airways will man in diesem Szenario erreichen, dass die bestehende Konzernschwester Malta MedAir die Rolle der heutigen Air Malta übernimmt. Diese ist derzeit überwiegend im ACMI- und Chartereinsatz. Derzeit verfügt man über drei Airbus A320 und wartet auf die Auslieferung von fabrikneuen A320neo. Auch hat man in Gatwick und Heathrow Slots von Air Malta übernommen.

Lokale Medien berichten, dass nicht alle Routen von Malta MedAir übernommen werden sollen. Betroffene Passagiere sollen Erstattungen oder aber Tickets für die Nachfolge-Airline erhalten. Air Malta hat zumindest seit dem Jahr 2005 erhebliche Verluste angehäuft. Man wollte sich zuletzt von rund 600 Mitarbeitern trennen, die neue Jobs in Behörden bekommen sollten, jedoch ist das Projekt ins Stocken geraten, weil deren Bezüge über jenen, die die Beamten bekommen, liegen würden.

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