Flugzeug über den Wolken (Foto: Unsplash/Ross Parmly).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Russland hebt Preise für Überflüge um 20 Prozent an

Werbung

Die Russische Föderation scheint es finanziell stark zu spüren, dass man den Luftraum für Überflüge von Carriern, die aus Ländern stammen, die sich an den Sanktionen beteiligen, gesperrt hat. Man verliert dadurch erhebliche Einnahmen. Nun bittet man jene Airlines, die weiterhin über Russland fliegen, stärker zur Kasse.

Aufgrund des Umstands, dass die Russische Föderation der größte Staat der Welt ist, wurde deren Luftraum vor dem Einmarsch der Armee in die Ukraine von vielen Fluggesellschaften, besonders auf Langstreckenflügen, genutzt. Das änderte sich binnen weniger Tage, denn als Reaktion darauf, dass beispielsweise die USA, die EU, das Vereinigte Königreich und Kanada russische Carrier gebannt haben, schloss Russland jene aus so genannten „unfreundlichen Staaten“ ebenfalls aus.

Für die Branche ist das durchaus kompliziert, weil besonders im Europa-Asien-Verkehr mitunter lange Umwege geflogen werden müssen. Russland spürt den Bann, den man selbst ausgesprochen hat, aber in der Staatskasse. Die Einnahmen aus Überflügen sind drastisch zurückgegangen, so dass man nun gegensteuert und jene Carrier, die noch über Russland fliegen bzw. fliegen dürfen um 20 Prozent stärker zur Kasse bittet.

Dem Vernehmen nach könnten besonders chinesische Fluggesellschaften stark betroffen sein, denn diese nutzen besonders häufig den Luftraum der russischen Föderation. Aber auch Golfcarrier wie Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways sowie Air India, Turkish Airlines und Ethiopian Cargo dürften die Preiserhöhung schon bald deutlich spüren.

Dies wir aber nicht ausreichen, um den Einnahmenverlust kompensieren zu können. Vor der Corona-Pandemie bezahlten Fluggesellschaften rund 1,7 Milliarden U.S.-Dollar pro Jahr für die Nutzung des russischen Luftraums. Ungeachtet des Umstands, dass Carrier aus „freundlichen Staaten“ diesen weiterhin nutzen dürfen und dies durchaus auch machen, dürfte die 20-prozentige Preiserhöhung eher ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Mitunter überlegt sich das eine oder andere Unternehmen bei Möglichkeit andere Flugrouten zu nehmen.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung