Am 17. September 2024 erlebten Passagiere des EasyJet-Fluges EZY8261 von Heraklion, Kreta, nach London-Gatwick dramatische Momente, als das Boarding abrupt unterbrochen und eine Evakuierung eingeleitet wurde. Grund dafür war die Explosion einer E-Zigarette in Kombination mit einer Powerbank im Handgepäck eines Passagiers, die zu einem Feuer und starkem Rauch in der Kabine führte.
Die Situation entwickelte sich schnell, als Augenzeugen berichteten, dass „Feuer und beißender Rauch aus einer Tasche quollen“ und laute Explosionsgeräusche zu hören waren. Der Rauch breitete sich rasch in der Kabine aus, was bei einigen Passagieren Panik auslöste. Einige schrien „Bombe“, was zu einem hektischen Versuch führte, das Flugzeug zu verlassen. Das Flugzeug, ein Airbus A321, war zum Zeitpunkt der Evakuierung mit 236 Passagieren besetzt, darunter auch Kinder.
Die Evakuierung verlief geordnet, obwohl Passagiere unter erheblichem Stress standen. Alle Insassen konnten sicher über die Notrutschen auf das Rollfeld gelangen. Nur eine Person erlitt leichte Verletzungen in Form von Reibungsverbrennungen beim Abrutschen der Notrutsche. Feuerwehr und Polizei waren schnell vor Ort und leiteten Untersuchungen ein, um die genaue Ursache des Vorfalls zu ermitteln. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass die E-Zigarette und die Powerbank im Handgepäck des betroffenen Passagiers für das Feuer verantwortlich waren.
EasyJet bestätigte den Vorfall und betonte, dass die Sicherheit der Passagiere höchste Priorität habe. Die Fluggesellschaft lobte das schnelle Eingreifen der Crew und der Rettungskräfte und erklärte, dass alle Sicherheitsprotokolle befolgt wurden. Der Flug wurde später am selben Tag mit allen Passagieren erneut durchgeführt, nachdem das Flugzeug gründlich inspiziert worden war. Passagiere erhielten während der Verzögerung Essensgutscheine und wurden über den weiteren Ablauf informiert.
Dieser Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien in Flugzeugen auf, die in Geräten wie E-Zigaretten und Powerbanks verbaut sind. Bereits in der Vergangenheit kam es zu ähnlichen Vorfällen, was die Luftfahrtindustrie dazu veranlasst hat, strenge Vorschriften für die Mitnahme solcher Geräte an Bord zu erlassen. Dennoch zeigt der aktuelle Vorfall, dass das Risiko weiterhin besteht, insbesondere in einem beengten Raum wie einem Flugzeug.
Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt, doch bleibt die Frage offen, wie zukünftige Vorfälle dieser Art verhindert werden können. Die laufenden Untersuchungen könnten zu einer erneuten Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien führen.