Airbus A350 (Foto: Lufthansa Group).
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Lufthansa plant außergewöhnlichen Charterflug zu den Falklandinseln

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Im März 2025 wird die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa einen speziellen Charterflug zu den Falklandinseln durchführen, um Polarforscher und Wissenschaftler zu transportieren, die mit dem Forschungsschiff RV Polarstern in die Antarktis reisen.

Diese besondere Reise unterstreicht nicht nur das Engagement der Airline für wissenschaftliche Expeditionen, sondern auch die strategische Bedeutung der Falklandinseln als Ausgangspunkt für Expeditionen in die Polarregion.

Flugdaten und Logistik

Der Charterflug, der am 10. März 2025 von München aus abhebt, wird von einem Airbus A350-900 durchgeführt. Der Flug startet um 07:20 Uhr vom Flughafen München-Franz Josef Strauß und landet um 19:00 Uhr Ortszeit am Mount Pleasant Airport auf den Falklandinseln. Mit einer Gesamtlänge von 8.043 Meilen (12.869 km) ist dies eine bemerkenswerte Strecke, die über 15 Stunden in Anspruch nehmen wird.

Der A350-900 von Lufthansa ist normalerweise auf 293 Passagiere ausgelegt, jedoch wird die Passagierzahl für diesen speziellen Flug voraussichtlich deutlich geringer sein, um Platz für zusätzlich benötigten Treibstoff zu schaffen. Der Rückflug ist für den 12. März 2025 geplant, wobei der Flug um 19:00 Uhr abhebt und am 13. März um 13:20 Uhr wieder in München landet.

Wissenschaftliche Expeditionen und Ziele

Die Passagiere des Charterflugs werden vorwiegend aus Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts bestehen, die gemeinsam mit der Schiffsbesatzung der RV Polarstern reisen. Diese Expeditionen sind entscheidend für die Erforschung des Klimawandels und der Auswirkungen auf die Polarregionen. Der Flug stellt somit einen wichtigen Bestandteil der deutschen Forschung in diesem sensiblen Gebiet dar.

Bereits in der Vergangenheit hat Lufthansa ähnliche Flüge durchgeführt, darunter im Januar und März 2021, als das Unternehmen für die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Flugreisen von Hamburg zu den Falklandinseln anbot. Diese Flüge waren Teil einer Strategie, die es den Wissenschaftlern ermöglichte, ihre Daten über den Einfluss des Erdmagnetfeldes auf die Luftfahrt zu sammeln.

Die Entscheidung, die Falklandinseln als Umsteigepunkt für Reisen in die Antarktis zu nutzen, wurde auch durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst. Ursprünglich sollten die Flüge nach Kapstadt, Südafrika, führen. Angesichts der gesundheitlichen Risiken wurde jedoch der Flugweg geändert, um das Infektionsrisiko unter den Reisenden zu minimieren .

Geopolitische und soziale Dimensionen

Die Falklandinseln, die ein britisches Überseegebiet sind, haben eine eigene Regierung und eine Bevölkerung von etwa 3.000 Menschen. Die Hauptinsel, East Falkland, ist die Heimat der Hauptstadt Stanley, die eine strategische Rolle für die Region spielt.

Die Inseln liegen strategisch günstig, etwa 300 Meilen von der Küste Patagoniens in Südamerika und rund 750 Meilen von der Antarktis entfernt. Diese geografische Lage macht sie zu einem idealen Ausgangspunkt für Forschungsmissionen in die Antarktis und zur Beobachtung des Klimawandels  .

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der geplante Charterflug von Lufthansa nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung leistet, sondern auch die logistischen und strategischen Überlegungen widerspiegelt, die mit Expeditionen in die entlegensten Regionen unseres Planeten verbunden sind.

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