Die Fluggesellschaft Ryanair hat die Erhöhungen der Luftverkehrssteuern in Großbritannien und Frankreich heftig kritisiert. Im Vereinigten Königreich soll die Air Passenger Duty (APD) für Kurzstreckenflüge ab 2025 um zwei Pfund steigen.
Ryanair-Chef Michael O’Leary befürchtet, dass dies die Attraktivität des Landes für Touristen und Fluggesellschaften beeinträchtigen könnte, insbesondere an kleineren Flughäfen, und kritisiert, dass die Steuererhöhung der Wachstumsstrategie der Regierung widerspreche. Der Billigfluganbieter erwägt, seine Kapazitäten in Großbritannien um bis zu zehn Prozent zu reduzieren.
In Frankreich plant die Regierung eine Erhöhung der „taxe de solidarité“ um 260 Prozent. Laut Ryanair-Vorstand Eddie Wilson könnte dies das Wachstum des Luftverkehrs weiter schwächen und Fluggesellschaften zur Abwanderung in andere Länder bewegen, die Steuersenkungen oder -abschaffungen anbieten. Ryanair fordert die Regierungen beider Länder auf, die Steuererhöhungen rückgängig zu machen, um Tourismus und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.