Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) haben die Bauarbeiten für die ersten Photovoltaikanlagen begonnen. Drei Dachflächen der Parkhäuser P3, P7 und P8 werden bis Frühjahr 2025 mit rund 5.000 Solarmodulen ausgestattet.
Diese sollen jährlich 2,2 Gigawattstunden Strom erzeugen, was dem Bedarf von etwa 600 Drei-Personen-Haushalten entspricht. Der Ausbau ist Teil eines umfassenden Photovoltaik-Gesamtkonzepts, das bis 2030 auch Anlagen auf weiteren Gebäuden und Freiflächen vorsieht. Zwei Freiflächen werden derzeit europaweit ausgeschrieben.
Laut der Flughafengesellschaft FBB spielt die Nutzung regenerativer Energien eine zentrale Rolle, um den Betrieb des BER schrittweise CO₂-neutral zu gestalten. Das Ziel ist es, die Emissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 2010 zu reduzieren und den Flughafen bis 2045 klimaneutral zu betreiben. Technische Herausforderungen wie Blendwirkungen und Radarreflexionen wurden durch Gutachten abgeklärt, um den Betrieb und die Sicherheit im Flughafenumfeld zu gewährleisten.
Der Ausbau entspricht einem wachsenden europäischen Trend zur verstärkten Nutzung von Solarenergie, der auch durch Vorschläge für eine EU-weite Solardachpflicht gestützt wird. Diese soll langfristig zur Reduktion von CO₂-Emissionen beitragen und die Energiewende vorantreiben.
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