Mit der Eröffnung der Adventmärkte ist auch die Saison für Glühwein, Punsch und andere heiße alkoholhaltige Getränke wieder in vollem Gange.
Der ÖAMTC warnt jedoch vor den Gefahren, die der Konsum dieser Getränke für die Verkehrssicherheit mit sich bringt. Besonders auf den Straßen ist Alkohol am Steuer eine häufige Unfallursache. Allein im Jahr 2023 ereigneten sich in Österreich 2.676 Unfälle unter Alkoholeinfluss, bei denen fast 3.300 Personen verletzt und 26 Menschen getötet wurden. Bereits im Jahr 2024 starben bis Anfang November 30 Menschen bei Alkoholunfällen.
Marion Seidenberger, Verkehrsexpertin des ÖAMTC, betont, dass die Wahrnehmung und Reaktionszeit durch Alkohol sofort beeinträchtigt werden, selbst bei einem geringen Promillewert. Eine Selbsteinschätzung, wann die gesetzliche Grenze von 0,5 Promille erreicht ist, sei laut Seidenberger nicht möglich, da die Fahrtüchtigkeit bereits unterhalb dieser Grenze erheblich eingeschränkt sein kann. Der ÖAMTC rät daher dringend, auf den Verkehr mit dem Auto, Fahrrad oder Roller nach dem Konsum von Alkohol zu verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Besondere Vorsicht gilt auch für Nutzer von Sharing-Fahrzeugen wie Leih-E-Scootern oder Mietwagen. Viele Anbieter setzen eine strikte 0,0-Promille-Grenze und können im Falle eines Verstoßes Vertragsstrafen oder Ersatzforderungen geltend machen. Auch wenn der Alkoholgehalt im Blut minimal ist, können sich rechtliche Konsequenzen bei einem Unfall ergeben. Daher sollte man auch bei einem kurzen Glas Punsch auf den Konsum von Alkohol vor Fahrtantritt verzichten.