Ryanair hat in einer aktuellen Mitteilung die anhaltenden Probleme des deutschen Flugmarkts im Vergleich zu anderen EU-Staaten dargelegt. Der deutsche Luftverkehr befindet sich demnach weiterhin auf nur 88 % des Vor-Covid-Niveaus, was vor allem auf hohe Steuern, Gebühren und Flughafenkosten zurückgeführt wird. Besonders betroffen seien die großen Flughäfen wie Berlin, München und Frankfurt, die im Oktober 2024 mit einem deutlichen Rückgang von 17 bis 26 % im Vergleich zu den Vor-Covid-Zahlen aufwarten mussten.
Als Folge dieser wirtschaftlichen Belastungen kündigte Ryanair an, ihre Kapazitäten in Deutschland für den Sommer 2025 um 12 % zu reduzieren, was rund 1,8 Millionen Sitze und 22 Strecken betrifft. Zudem werden die Standorte in Dortmund, Dresden und Leipzig komplett geschlossen, während der Verkehr in Hamburg um 60 % sinken soll. Das Unternehmen fordert die deutsche Regierung auf, die hohen Zugangskosten zu senken, um den Luftverkehrsmarkt wieder auf das Vorkrisenniveau zu bringen.
Im Gegensatz zu Deutschland verzeichnen viele andere EU-Länder wie Irland, Italien und Polen ein starkes Wachstum im Flugverkehr. Diese Staaten hätten ihre Steuern und Gebühren gesenkt, was zu einer schnelleren Erholung und einem Anstieg des Tourismus beigetragen habe.
Eddie Wilson, CEO von Ryanair, betont, dass nur eine Senkung der hohen Steuern und Flughafengebühren Deutschland helfen könne, die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Luftverkehr zurückzugewinnen.