Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat ihre Pläne bekanntgegeben, ab dem 30. März des kommenden Jahres eine neue tägliche Flugverbindung zwischen Amsterdam und Ljubljana aufzunehmen. Damit betritt KLM offiziell den slowenischen Markt und stärkt zugleich ihre Präsenz in Südosteuropa. Diese strategische Entscheidung markiert einen weiteren Meilenstein für die Airline, die bereits in Kroatien und Serbien aktiv ist. Die Verbindung wird mit einem Embraer E190 bedient, einem modernen Kurz- und Mittelstreckenflugzeug mit einer Kapazität von 100 Passagieren.
Die Route zwischen Amsterdam und Ljubljana ist keineswegs neu, sondern blickt auf eine lange Geschichte zurück. Vor dem Zusammenbruch der slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways im Jahr 2019 wurde diese Strecke elfmal wöchentlich bedient – von Adria und Transavia, der Billigflugtochter der Air France-KLM-Gruppe. Mit der neuen täglichen Verbindung sowie den weiterhin bestehenden Flügen von Transavia, die die Route viermal wöchentlich bedient, erreicht die Frequenz im Sommer 2025 das Niveau von vor der Pandemie.
Starke Nachfrage trotz schwieriger Vergangenheit
Die Route Amsterdam–Ljubljana hat sich in den letzten Jahren als attraktiv erwiesen. Zwischen Januar und September dieses Jahres beförderte Transavia 45.771 Passagiere auf dieser Strecke, ein beeindruckender Anstieg von 51,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen verdeutlichen das Potenzial des slowenischen Marktes, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, daß der Zuwachs teilweise auf das Fehlen von Flügen im ersten Quartal 2023 zurückzuführen ist.
Ein weiterer Indikator für die Beliebtheit der Strecke ist die Kabinenauslastung, die in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 bei durchschnittlich 86 % lag – ein Wert, der über dem Branchendurchschnitt liegt und die wirtschaftliche Attraktivität dieser Verbindung unterstreicht.
Erweiterung der Präsenz in Südosteuropa
Mit der Aufnahme von Ljubljana in das Streckennetz wird Slowenien nach Kroatien und Serbien der dritte Markt im ehemaligen Jugoslawien, den KLM direkt bedient. Das Unternehmen verfolgt eine umfassende Wachstumsstrategie in der Region und plant in der Sommersaison 2025 insgesamt 64 wöchentliche Flüge in die Märkte Kroatien, Serbien und Slowenien. Insbesondere die hohe Frequenz nach Split (20 wöchentliche Flüge) und Dubrovnik (neun wöchentliche Flüge) in der Hauptsaison zeigt, wie wichtig Südosteuropa für die Expansionspläne der Airline ist.
Die neue Verbindung nach Ljubljana ergänzt das bereits bestehende Angebot von Transavia, das im Sommer 2025 mit Flugzeugen des Typs Airbus A321neo und Boeing 737-800 durchgeführt wird. Die Kombination aus der Premium-Marke KLM und der günstigeren Option Transavia ermöglicht es der Air France-KLM-Gruppe, ein breites Kundenspektrum anzusprechen.