Embraer 190 (Foto: Embraer).
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Tragödie in Kasachstan: Passagierflugzeug stürzt bei Aktau ab – Zahl der Überlebenden unklar

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Am Mittwoch, dem 25. Dezember 2024, ereignete sich in Kasachstan ein schweres Flugzeugunglück. Eine Passagiermaschine der Azerbaijan Airlines vom Typ Embraer E190AR stürzte nahe der Hafenstadt Aktau im Westen des Landes ab. An Bord befanden sich nach unterschiedlichen Quellen zwischen 72 und 110 Personen, darunter Passagiere und Besatzungsmitglieder. Berichten zufolge überlebten mindestens sechs Insassen das Unglück, einige davon mit schweren Verletzungen.

Die Maschine war auf dem Weg von Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, nach Grosny in der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Aufgrund dichter Nebelbedingungen in Grosny wurde das Flugzeug nach Aktau umgeleitet. Kurz vor der geplanten Landung kam es jedoch zu einem Absturz, bei dem die Maschine in Flammen aufging. Rettungskräfte waren schnell vor Ort und kämpften gegen das Feuer an der Absturzstelle. Die genaue Ursache des Absturzes ist derzeit noch unklar; Untersuchungen wurden eingeleitet, um die Hintergründe des Unglücks zu ermitteln.

Dieses tragische Ereignis erinnert an einen ähnlichen Vorfall vor fast genau fünf Jahren. Am 27. Dezember 2019 stürzte eine Fokker-100 der kasachischen Fluggesellschaft Bek Air kurz nach dem Start in Almaty ab. Damals kamen zwölf Menschen ums Leben, darunter der Pilot, und 67 weitere Personen wurden verletzt. Die Maschine verlor plötzlich an Höhe, durchbrach eine Betonmauer und kollidierte mit einem unbewohnten Gebäude nahe dem Flughafen. Infolge dieses Unglücks wurde der Bek Air die Betriebserlaubnis entzogen.

Die aktuelle Tragödie wirft erneut Fragen zur Flugsicherheit in der Region auf. Obwohl die genaue Ursache des Absturzes der Embraer E190AR noch nicht feststeht, werden Faktoren wie Wetterbedingungen, technische Mängel oder menschliches Versagen in Betracht gezogen. Die Behörden haben angekündigt, eine umfassende Untersuchung durchzuführen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und zukünftige Unfälle zu verhindern.

Die Embraer E190 Advanced Range ist ein zweistrahliges Regionalflugzeug, das für seine Zuverlässigkeit bekannt ist und Platz für bis zu 114 Passagiere bietet. Azerbaijan Airlines betreibt mehrere Maschinen dieses Typs und verfügt über eine insgesamt gute Sicherheitsbilanz. Dennoch zeigt dieses Unglück, dass selbst bewährte Flugzeuge und erfahrene Fluggesellschaften nicht vor Zwischenfällen gefeit sind.

In den sozialen Medien wurden Videos geteilt, die das brennende Wrack der Maschine zeigen sollen. Diese Aufnahmen sind jedoch bislang nicht verifiziert. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Zurückhaltung bei Spekulationen und betonen, dass offizielle Informationen erst nach Abschluss der Ermittlungen bekannt gegeben werden.

Die internationale Gemeinschaft hat bereits ihr Beileid ausgesprochen. Vertreter verschiedener Länder, darunter Russland und die Türkei, sandten Kondolenzschreiben an die kasachische Regierung und die Angehörigen der Opfer. Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Nationen, um die Flugsicherheit weltweit zu gewährleisten.

Für die Angehörigen der Opfer und die Überlebenden wurde psychologische Unterstützung bereitgestellt. Zudem haben die Behörden Hotlines eingerichtet, über die Informationen über Passagiere und Besatzungsmitglieder eingeholt werden können. Die genaue Identifizierung der Opfer wird einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Ermittler sorgfältig vorgehen müssen, um Fehler zu vermeiden.

Dieses tragische Ereignis wird zweifellos Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie in der Region haben. Es ist zu erwarten, dass die Sicherheitsprotokolle überprüft und gegebenenfalls verschärft werden. Fluggesellschaften und Behörden stehen in der Verantwortung, das Vertrauen der Passagiere in die Sicherheit des Luftverkehrs wiederherzustellen und sicherzustellen, dass solche Tragödien in Zukunft verhindert werden.

In den kommenden Wochen werden weitere Details zum Absturz erwartet. Die Öffentlichkeit hofft auf transparente und gründliche Ermittlungen, die nicht nur die Ursache des Unglücks aufdecken, sondern auch Maßnahmen zur Verbesserung der Flugsicherheit aufzeigen. Bis dahin bleibt die Region in Trauer vereint und gedenkt der Opfer dieses schrecklichen Ereignisses.

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