Airbus A319 (Foto: Steffen Lorenz).
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Absturz einer AZAL-Maschine: Flüge nach Grosny und Machatschkala eingestellt

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Die Luftfahrt in der Kaukasus-Region ist durch einen tragischen Vorfall erschüttert worden: Eine E190-Maschine der AZAL Azerbaijan Airlines stürzte am Morgen des 25. Dezember 2024 nahe Aktau in Kasachstan ab. Das Flugzeug war auf dem Weg von Baku nach Grosny, der Hauptstadt Tschetscheniens. Als Reaktion auf den Absturz hat die Fluggesellschaft sämtliche Flüge auf den Strecken nach Grosny und Machatschkala vorläufig ausgesetzt. Während die Ermittlungen zum Absturz noch laufen, sorgen erste Erkenntnisse und Berichte für ein Bild der Tragödie.

AZAL Azerbaijan Airlines, die nationale Fluggesellschaft Aserbaidschans, bediente bislang die beiden nordkaukasischen Städte Grosny und Machatschkala regelmäßig. Grosny wurde zweimal wöchentlich mit Embraer E190-Maschinen angeflogen, während Machatschkala viermal wöchentlich mit Airbus A319-100- und A320-200-Flugzeugen bedient wurde. Die beiden Städte sind die einzigen Ziele von AZAL im russischen Föderationskreis Nordkaukasus. Andere Verbindungen der Fluggesellschaft nach Russland bleiben vorerst unberührt.

Details zum Absturz

Das betroffene Flugzeug, eine Embraer E190 mit der Registrierung 4K-AZ65, war 16,7 Jahre alt. Die Maschine begann ihre Reise am Baku Heydar Aliev International Airport und befand sich auf dem Weg nach Grosny. Berichten zufolge fiel der Flugbetrieb während des Fluges durch unregelmäßige Höhenveränderungen auf. ADS-B-Daten von Flightradar24 zeigen, daß die Maschine mindestens 20 Minuten lang ungleichmäßig an Höhe gewann und verlor, bevor sie schließlich in der Nähe des Flughafens Aktau abstürzte.

An Bord der Maschine befanden sich 67 Personen. Von diesen überlebten 29 den Absturz, was angesichts der Zerstörung des Flugzeuges als bemerkenswerte Rettung betrachtet wird. Fotos des Wracks, die der Luftfahrtplattform ch-aviation vorliegen, zeigen erhebliche Schäden am Außenrumpf.

Reaktionen und Konsequenzen

In einer ersten Stellungnahme kündigte AZAL an, alle Flüge nach Grosny und Machatschkala bis zum Abschluß der laufenden Ermittlungen einzustellen. Man wolle die Sicherheit der Passagiere und Besatzungsmitglieder gewährleisten und eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten.

Die kasachischen Luftfahrtbehörden und internationale Expertenteams untersuchen den Vorfall. Neben technischen Defekten wird auch die Wetterlage in die Ermittlungen einbezogen. Die Analyse des Flugdatenschreibers und des Cockpit-Voice-Recorders wird weitere Aufschlüsse geben.

AZAL betreibt eine moderne Flotte, die sowohl Kurz- als auch Langstreckenflugzeuge umfaßt. Mit mehr als 30 Zielen weltweit ist die Fluggesellschaft ein bedeutender Akteur in der Region. Die betroffene Embraer E190 war ein wichtiges Arbeitsflugzeug für Kurzstreckenverbindungen. Allerdings wirft der Absturz Fragen zur Wartung und den Sicherheitsmaßnahmen der Airline auf.

Auswirkungen auf die Region und die Luftfahrt

Der Absturz hat nicht nur die Region schockiert, sondern auch die Luftfahrtindustrie im Kaukasus in den Fokus gerückt. Die Verbindung nach Grosny und Machatschkala gilt als wirtschaftlich und kulturell bedeutsam, da sie die Regionen mit dem Rest der Welt verknüpft.

Die temporäre Einstellung der Flüge wird sich auf Geschäftsreisende und Touristen auswirken, die auf diese Verbindungen angewiesen sind. Für AZAL stellt der Vorfall zudem eine Herausforderung für das Image und die Sicherheitsstandards dar.

Die Ermittlungen werden zeigen, welche Faktoren zu diesem tragischen Vorfall führten. Ob technische Defekte, menschliches Versagen oder äußere Umstände eine Rolle spielten, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, daß der Absturz die Luftfahrtbehörden und Fluggesellschaften zu einem erneuten Blick auf die Sicherheitsmaßnahmen zwingen wird. Für die Familien der Betroffenen bleibt der Schmerz jedoch unauslöschlich.

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