Inmitten steigender Spannungen aufgrund von ukrainischen Luftangriffen und Raketenangriffen auf russisches Territorium wurden die vier größten Moskauer Flughäfen – Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski – sowie der Flughafen Kaluga vorübergehend geschlossen. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsia gab an, dass die Schließungen aufgrund von Sicherheitsbedenken notwendig gewesen seien. Alle betroffenen Flughäfen konnten jedoch noch am selben Tag wieder für den Flugverkehr geöffnet werden.
Die Sicherheitsvorkehrungen wurden in einem angespannten militärischen Umfeld getroffen, in dem ukrainische Angriffe, insbesondere auf die russischen Regionen wie Kursk, für Besorgnis sorgten. Berichten zufolge wurden mehrere Raketen über russischem Gebiet abgefangen. Der Vorfall folgt auf anhaltende militärische Spannungen zwischen Russland und der Ukraine, fast zwei Jahre nach dem Beginn des umfassenden Konflikts.
Die Schließung der Flughäfen steht auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Absturz eines Flugzeugs der Azerbaijan Airlines, bei dem 38 Menschen ums Leben kamen. Es wird vermutet, dass eine russische Raketenabwehrbatterie das Flugzeug versehentlich während eines Drohnenangriffs in Tschetschenien abgeschossen haben könnte. Dieser Vorfall hat die Diskussionen über die Effizienz der russischen Luftabwehr erneut angeheizt, während auch die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf Moskau intensiviert hat.