Mit einer überraschenden Besetzung sorgt die Volksoper Wien für Gesprächsstoff: Der renommierte Schauspieler Matthias Matschke wird ab dem 19. Jänner 2025 in der Rolle des Wilhelm Giesecke in der Operette „Im weißen Rössl“ auftreten. Matschke übernimmt die Rolle von Götz Schubert, der aufgrund einer Erkrankung seine Mitwirkung vorerst pausieren muß. Für Matschke bedeutet dieses Engagement nicht nur sein Debüt an der Volksoper Wien, sondern auch seinen ersten Schritt ins Operettenfach.
Matthias Matschke gehört zu den vielseitigsten deutschen Schauspielern seiner Generation. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule der Künste in Berlin, die er 1996 abschloß, folgten Engagements an renommierten Theatern, darunter das Schauspiel Frankfurt und die Volksbühne Berlin. Im Wiener Burgtheater trat er in der Saison 2010/11 in „Der ideale Mann“ auf, gefolgt von seiner Rolle in „Einige Nachrichten an das All“ im Akademietheater Wien. Neben seiner Theaterarbeit machte sich Matschke durch zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen einen Namen. Seine Auftritte in der Comedy-Serie „Pastewka“, der „Heute-Show“ sowie in Filmen wie „Sonnenallee“ und „Der Palast“ verdeutlichen sein breites Spektrum.
Die Verkörperung des Wilhelm Giesecke, eines übellaunigen Fabrikanten, markiert für Matschke eine neue künstlerische Herausforderung. „Ich freue mich sehr, für meinen großartigen Kollegen Götz Schubert einspringen zu können und dann auch noch in meiner Lieblingsstadt Wien. Dass ich nochmal ein Debüt an der Volksoper gebe, hätte ich auch nicht gedacht. Eine wunderbare Herausforderung, die ich mit großer Freude annehme“, erklärte der Schauspieler in einer Stellungnahme.
Die Operette „Im weißen Rössl“: Ein Klassiker in neuem Gewand
„Im weißen Rössl“ zählt zu den beliebtesten Revue-Operetten des deutschsprachigen Raums. Das Stück vereint eine humorvolle Handlung mit den einprägsamen Melodien von vier Komponisten. Die Musik verbindet folkloristische Elemente mit Jazz, Walzer und Marschmusik und sorgt so für eine abwechslungsreiche musikalische Palette. Das Salzkammergut, in dem die Handlung angesiedelt ist, wird in Jan Philipp Glogers Inszenierung nicht nur als malerischer Schauplatz, sondern auch als Spiegelbild für Themen wie Tourismus und Gesellschaft dargestellt.
Die Inszenierung besticht durch ihre Mischung aus Witz, Tiefgang und einem aktuellen Blick auf die kulturellen Eigenheiten der Region. Neben Matthias Matschke brilliert eine prominente Besetzung: Ursula Pfitzner bzw. Annette Dasch in der Rolle der Rösslwirtin, Jakob Semotan als Leopold Brandmeyer, Harald Schmidt als Professor Hinzelmann, Julia Edtmeier als Klärchen, Oliver Liebl als Sigismund Sülzheimer und Robert Palfrader als Kaiser.
Herausforderung und Chance
Matschkes Engagement in „Im weißen Rössl“ ist nicht nur für das Publikum, sondern auch für ihn selbst ein spannender Wendepunkt. Mit seiner Erfahrung auf der Theaterbühne und seiner Vielseitigkeit im Schauspiel bringt er frischen Wind in die traditionsreiche Operette. Für die Volksoper Wien stellt seine Mitwirkung zudem eine Bereicherung dar, die die Aufführung noch attraktiver macht.
Die Kombination aus humorvoller Inszenierung, musikalischem Facettenreichtum und prominenter Besetzung dürfte „Im weißen Rössl“ auch in dieser Spielzeit wieder zu einem Publikumsmagneten machen. Die Vorstellungen mit Matthias Matschke laufen bis Mitte Februar, was Fans und Interessierten genug Gelegenheit gibt, diese außergewöhnliche Produktion zu erleben.