Ein Zwischenfall mit einer Boeing 737-Max-8 von American Airlines hat am 20. Januar 2025 für Aufsehen am Kingstown Argyle International Airport (SVD) auf St. Vincent und den Grenadinen gesorgt. Bei der Landung platzten zwei Reifen des linken Hauptfahrwerks, was zur vorübergehenden Schließung des Flughafens führte. Die 737-Max-8 mit der Registrierung N328TC befand sich auf dem Flug AA909 von Miami International Airport (MIA) nach Kingstown. Trotz des Vorfalls blieben alle 146 Passagiere und Besatzungsmitglieder unverletzt.
Der Flug AA909 landete um 16:40 Uhr Ortszeit sicher auf der einzigen Landebahn des Flughafens Argyle. Kurz nach dem Aufsetzen platzten zwei Reifen des linken Hauptfahrwerks. Bilder, die in sozialen Medien kursieren, zeigen die Maschine auf der Landebahn, umgeben von Flughafenfeuerwehr und Rettungskräften. Die Passagiere konnten das Flugzeug über mobile Treppen sicher verlassen.
Ein Sprecher von American Airlines erklärte, daß die betroffene Maschine nach dem Vorfall außer Dienst genommen und einer gründlichen Inspektion durch das Wartungsteam unterzogen wurde. „Wir danken unserer Crew für ihre Professionalität und unseren Kunden für ihr Verständnis“, fügte der Sprecher hinzu.
Auswirkungen auf den Flughafenbetrieb
Da der Flughafen Argyle nur über eine einzige Start- und Landebahn verfügt, mußte der Betrieb für über 11 Stunden eingestellt werden, bis die Maschine entfernt und die Landebahn überprüft werden konnte. Dies führte zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr. Mindestens drei Flüge wurden umgeleitet, darunter ein Virgin Atlantic-Flug von London Heathrow mit Zwischenstopp in Bridgetown, der zum Grantley Adams International Airport zurückkehren mußte.
Darüber hinaus wurden zwei Flüge gestrichen. Die betroffenen Passagiere wurden auf alternative Verbindungen umgebucht. Nach Abschluss der Bergungsarbeiten und Inspektionen konnte der Flughafen seinen Betrieb wieder aufnehmen.
Hintergrund zur betroffenen Maschine
Die Boeing 737-Max-8, die 2019 an American Airlines ausgeliefert wurde, ist Teil der modernen Flotte des Unternehmens. Das Flugzeug verfügt über Platz für bis zu 172 Passagiere und wird von zwei CFM LEAP-1B-Triebwerken angetrieben. Seit ihrer Einführung in die Flotte kommt die Maschine auf Kurz- und Mittelstreckenflügen in Nord- und Südamerika sowie in der Karibik zum Einsatz.
Der Vorfall zeigt die zentrale Rolle von Sicherheitsprotokollen und Notfallmanagement in der Luftfahrt. Die schnelle Reaktion der Crew und des Bodenpersonals verhinderte Schlimmeres. Experten wiesen darauf hin, daß Reifenplatzer bei Landungen zwar selten, aber nicht völlig ungewöhnlich seien, insbesondere bei Flugzeugen, die auf kürzeren Landebahnen landen.
Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften arbeiten eng zusammen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu minimieren. Eine gründliche Analyse der Reifen und Fahrwerkssysteme gehört zu den Prioritäten der laufenden Untersuchungen.
Obwohl der Zwischenfall zu erheblichen Störungen des Flugverkehrs führte, verdeutlicht er, wie wichtig gut koordinierte Notfallmaßnahmen sind. Die Sicherheit der Passagiere und Besatzungsmitglieder konnte zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden.