Der Flugzeugbauer Airbus hat sich für das Jahr 2025 ehrgeizige Ziele gesetzt. Nach einem herausfordernden Jahr 2024 plant der Konzern, die Anzahl der Auslieferungen deutlich zu steigern und den operativen Gewinn merklich zu verbessern. Vorstandschef Guillaume Faury gab bekannt, dass Airbus im laufenden Jahr rund 820 Passagierjets ausliefern will, was einer Steigerung von über 50 Maschinen im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Auch der operative Gewinn vor Sonderposten (bereinigtes Ebit) soll deutlich zulegen. Nachdem er 2024 auf unter 5,4 Milliarden Euro gesunken war, wird für 2025 ein Anstieg auf etwa 7 Milliarden Euro erwartet. Analysten hatten im Vorfeld der Bekanntgabe allerdings noch etwas höhere Erwartungen an das Ergebnis für 2025.
Für das abgelaufene Jahr dürfen sich die Aktionäre über eine höhere Dividende freuen. Airbus plant, je Aktie 3 Euro auszuschütten, davon 1 Euro als Sonderdividende. Im Vorjahr hatte der Konzern 2,80 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet, ebenfalls inklusive einer Sonderdividende von einem Euro. Der Umsatz des Herstellers stieg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 69 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn sank jedoch um neun Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Grund dafür waren unter anderem Engpässe bei Bauteilen, die dazu führten, dass weniger Maschinen ausgeliefert werden konnten als ursprünglich geplant. Zudem belasteten Ausgaben im Raumfahrtgeschäft und beim Militärtransporter A400M das Ergebnis. Der Überschuss hingegen stieg um zwölf Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.
Im Hinblick auf die Produktionspläne gab Faury bekannt, dass die Käufer des neuen Frachtflugzeugs A350F länger auf ihre Maschinen warten müssen. Statt im Jahr 2026 soll das erste Exemplar nun erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 in Dienst gehen. Die Produktionsraten für andere Modelle sollen hingegen planmäßig erhöht werden.