Airbus A321 (Foto: Adam Moreira (AEMoreira042281)).
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Spirit Airlines vor dem Neustart: US-Gericht bestätigt Restrukturierungsplan

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Die finanziell angeschlagene US-Fluggesellschaft Spirit Airlines hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg aus der Insolvenz erreicht. Ein Gericht in New York genehmigte den Restrukturierungsplan des Unternehmens, womit Spirit voraussichtlich in wenigen Wochen aus dem Insolvenzverfahren nach Chapter 11 austreten kann. Die Billigfluggesellschaft rechnet damit, gestärkt aus der Krise hervorzugehen und ihren Betrieb langfristig zu sichern.

Das zuständige Insolvenzgericht für den Südbezirk von New York bestätigte am 20. Februar 2025 die Pläne zur finanziellen Neuausrichtung der Airline. Dabei werden Schulden in Höhe von 795 Millionen US-Dollar in Eigenkapital umgewandelt, während eine neue Kapitalbeteiligung in Höhe von 350 Millionen US-Dollar gesichert wurde. Zudem plant Spirit die Ausgabe neuer besicherter Schuldtitel im Gesamtwert von 840 Millionen US-Dollar, um den finanziellen Spielraum zu erweitern. Darüber hinaus wird eine revolvierende Kreditlinie von bis zu 300 Millionen US-Dollar eingerichtet, um die laufenden Geschäfte zu stabilisieren.

Der Restrukturierungsplan bedeutet insbesondere für Lieferanten, Flugzeugvermieter und gesicherte Gläubiger eine gewisse Erleichterung, da sie von finanziellen Einbußen verschont bleiben. Dies gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, weiterhin auf ein stabiles Netzwerk von Partnern zurückzugreifen.

Optimismus in der Unternehmensführung

Spirit-CEO Ted Christie zeigte sich erfreut über die Entwicklung und hob die Bedeutung der Zustimmung durch das Gericht hervor. „Die Genehmigung des Plans ist ein entscheidender Schritt für uns. Wir werden als stärkere Airline mit mehr finanzieller Flexibilität hervorgehen und können unseren Gästen auch in Zukunft attraktive Reiseangebote machen“, erklärte Christie.

Er betonte zudem, dass das Management bestrebt sei, Kosten weiter zu senken und operative Verbesserungen umzusetzen. „Wir konzentrieren uns darauf, unser Angebot zu optimieren, um unseren Passagieren ein noch besseres Reiseerlebnis zu bieten. Unser Team hat in dieser herausfordernden Phase Außergewöhnliches geleistet, und wir danken allen Mitarbeitenden für ihre Einsatzbereitschaft.“

Hintergrund der Insolvenz

Spirit Airlines hatte im November 2024 ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 des US-Konkursesrechts eingeleitet. Ziel dieses Verfahrens ist es, die Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten, während eine langfristige Schuldenreduzierung umgesetzt wird. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie war die Gewinnung neuer Investoren und die Umstrukturierung bestehender Verbindlichkeiten.

Während der Insolvenzphase bot der Mitbewerber Frontier Airlines Spirit eine Fusion an, doch das Management lehnte das Angebot mit der Begründung ab, dass der eigene Restrukturierungsplan für Aktionäre und Gläubiger vorteilhafter sei. Zudem hätte eine Fusion zu längeren und kostspieligeren Gerichtsverfahren geführt.

Mit der gerichtlichen Genehmigung des Restrukturierungsplans und der erwarteten baldigen Beendigung des Insolvenzverfahrens konzentriert sich Spirit nun auf die Zukunft. Das Unternehmen plant eine nachhaltige finanzielle Stabilisierung und könnte sich langfristig als starker Wettbewerber im Markt der Billigfluggesellschaften behaupten.

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