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Debatte um mögliche Einschränkung der Fluggastrechte in Europa

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Im Jahr 2024 waren über 287 Millionen Passagiere in Europa von Flugausfällen und Verspätungen betroffen. Trotz der bestehenden EU-Verordnung EG 261, die seit mehr als 20 Jahren Fluggastrechte regelt, gibt es Bestrebungen, diese Rechte zu überarbeiten. Industrielobbys drängen auf eine Revision, die möglicherweise zu einer Einschränkung der Verbraucherrechte führen könnte.

Tomasz Pawliszyn, CEO des Travel-Tech-Unternehmens AirHelp, äußerte sich besorgt über diese Entwicklungen. Er betont, dass die EG 261-Verordnung ein großer Erfolg für Verbraucher und die europäische Reisebranche sei. Während der Corona-Pandemie erhielten europäische Fluggesellschaften Milliarden Euro an Steuergeldern und melden derzeit Rekordgewinne. Dennoch könnten die Rechte der europäischen Verbraucher durch die geplante Revision eingeschränkt werden.

AirHelp schlägt vor, die Fluggastrechte zu stärken, indem Entschädigungszahlungen an die Inflation angepasst und auf bis zu 900 Euro erhöht werden. Zudem sollten verlorenes oder beschädigtes Gepäck sowie Zusatzleistungen in die Verordnung aufgenommen werden. Aktuell belaufen sich die Kosten für Entschädigungen gemäß EG 261 auf lediglich 0,58 bis 1,17 Euro pro Passagier, was im Vergleich zu den geschätzten Gewinnen pro Passagier von 6,24 Euro im Jahr 2024 eine geringe finanzielle Belastung für die Fluggesellschaften darstellt.

Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat AirHelp für insgesamt 2,7 Millionen Fluggäste Entschädigungen durchgesetzt, darunter 228.000 in Deutschland. Angesichts der steigenden Zahl von Flugausfällen und Verspätungen gewinnen Fluggastrechte zunehmend an Bedeutung. Die geplante Revision der EG 261-Verordnung könnte jedoch die Rechte der Passagiere einschränken und wird daher kritisch betrachtet.

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