Die israelische Fluggesellschaft El Al hat eine Vereinbarung mit der israelischen Regierung getroffen, die sie dazu verpflichtet, einen größeren Teil ihrer Sicherheitskosten zu übernehmen. Diese Vereinbarung muss noch die endgültige Genehmigung erhalten, könnte jedoch ab diesem Jahr rund zehn Millionen US-Dollar (etwa 9,5 Millionen Euro) jährlich kosten. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt der Staat zunächst weiterhin 95 Prozent der Sicherheitsausgaben von El Al. Ab 2029 soll dieser Anteil schrittweise auf 92,5 Prozent reduziert werden. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung noch 97,5 Prozent der Sicherheitskosten getragen, was seit 2010 eine kontinuierliche Erhöhung darstellt.
Die Erhöhung der Eigenanteile von El Al könnte die finanzielle Belastung der Fluggesellschaft erheblich beeinflussen, doch ein Sprecher des Unternehmens gab keine genauen Zahlen zu den Auswirkungen der höheren Eigenbeteiligung bekannt. Die Änderungen erfolgen in einem Rahmen, der die Sicherheitsstandards der Fluggesellschaft weiterhin hoch hält, da El Al weltweit für ihre strengen Sicherheitsmaßnahmen bekannt ist.
El Al steht zudem vor der Bekanntgabe ihrer Geschäftszahlen für das Jahr 2024. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte das Unternehmen einen dramatischen Gewinnanstieg von 439 Prozent auf 415 Millionen US-Dollar verzeichnen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Einstellung ausländischer Flüge aufgrund von Konflikten im Nahen Osten zurückzuführen. Mittlerweile werden diese Flüge schrittweise wieder aufgenommen, nachdem einige Waffenstillstandsvereinbarungen getroffen wurden. Die Fluggesellschaft hatte während der Corona-Pandemie ein Rettungspaket in Höhe von 210 Millionen US-Dollar erhalten, was mit diversen Auflagen verbunden war.