Die kroatische Fluggesellschaft Croatia Airlines rechnet in der kurzen Frist mit anhaltenden Verlusten aufgrund ihrer Umstellung auf eine ausschließlich mit Airbus A220 ausgestattete Flotte. Im Jahr 2024 musste die Airline einen Nettoverlust von fast 20 Millionen Euro verbuchen. Die Umstellung auf die neue Flugzeugflotte hat bereits zu einem Anstieg der Betriebskosten geführt. Dennoch ist das Unternehmen zuversichtlich, dass diese Investition langfristig zu Einsparungen führen wird.
Die Schwierigkeiten begannen bereits mit den wiederholten Verzögerungen bei der Lieferung der ersten beiden A220-Flugzeuge. Diese sollten ursprünglich vor Beginn der Sommersaison 2024 geliefert werden, jedoch wurde der Termin immer wieder verschoben. Als Folge mussten zusätzliche, deutlich teurere Flugzeuge kurzfristig im Wet-Lease angemietet werden, um den geplanten Flugplan aufrechtzuerhalten. Weitere Herausforderungen ergaben sich durch die längeren Ausbildungszeiten der Piloten und zusätzliche Kosten für Unterkunft und Tagesgelder, die durch das intensivere Training entstanden. Auch die Anpassung der IT-Systeme und die Schulung der Mechaniker für den neuen Flugzeugtyp verursachten zusätzliche Ausgaben.
Zusätzlich wurden 2024 erhebliche Investitionen in Ersatzteile und Motoren für die neue Flotte getätigt. Im Rahmen dieser finanziellen Belastungen reichte die Fluggesellschaft ein 10,9 Millionen Euro teures Wet-Lease-Abkommen für Airbus A320-Flugzeuge ein, um ihre Kapazitäten zwischenzeitlich zu sichern. Die Airline hofft jedoch, dass sich die finanzielle Lage mit der vollständigen Integration der A220-Flotte in den kommenden Jahren verbessern wird.