Deutsche Reisende, die in die USA einreisen möchten, sollten sich auf mögliche Kontrollen ihrer elektronischen Geräte vorbereiten. Laut der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) werden bei der Einreise immer häufiger Handys und Laptops überprüft. Besonders in der aktuellen politischen Situation könne es zu intensiveren Prüfungen kommen, was vor allem für Touristen, Studierende und Berufspendler von Bedeutung ist.
Die EFF rät, sich im Vorfeld einen Plan zu überlegen und insbesondere zu prüfen, wie man auf eine mögliche Kontrolle reagiert. Grundsätzlich gibt es mehrere Stufen der Kontrolle: Zunächst werden nur routinemäßige Fragen gestellt, doch fällt dem Beamten etwas auf oder erscheint der Fall verdächtig, kann eine eingehendere Prüfung folgen. Dabei kann es dazu kommen, dass Reisende aufgefordert werden, ihr Handy zu entsperren. Wird dies verweigert, kann der Beamte das Gerät beschlagnahmen. Wer sein Handy entsperrt, muss mit einer umfassenden Durchsuchung aller Daten, Apps und Fotos rechnen. In seltenen Fällen können die Daten sogar über längere Zeit gespeichert und von anderen Grenzbeamten eingesehen werden.
Experten empfehlen, vor der Kontrolle das Handy in den Flugmodus zu versetzen und auf öffentliche WLAN-Netzwerke zu verzichten, um zu verhindern, dass auf gespeicherte Daten in der Cloud zugegriffen werden kann. Auch die Nutzung von Social-Media-Accounts könnte bei der Kontrolle zu Problemen führen, da Grenzbeamte nur öffentliche Profile einsehen dürfen. Ein weiterer Tipp ist, sich bewusst zu machen, welche Geräte tatsächlich notwendig sind und ob ein leerer Zweit-Handyverdacht auslösen könnte.