Die amerikanischen Regionalfluggesellschaften Republic Airways und Mesa Air Group haben eine endgültige Vereinbarung zur Fusion getroffen, um ein neues börsennotiertes Unternehmen zu gründen. Diese Fusion zielt darauf ab, die Position beider Unternehmen im regionalen Luftverkehr zu stärken und Synergien zu nutzen, um den Betrieb effizienter zu gestalten.
Jonathan Ornstein, Vorsitzender und CEO von Mesa Air, bezeichnete die Fusion als einen „aufregenden nächsten Schritt“ in der über 40-jährigen Geschichte des Unternehmens. Er betonte, dass dieser Zusammenschluss „das beste Ergebnis für unsere Aktionäre, Mitarbeiter und alle unsere Interessengruppen“ darstellt. Bryan Bedford, Präsident und CEO von Republic Airways, äußerte sich ähnlich und sagte: „Republic und Mesa teilen die gemeinsame Mission, Gemeinden in ganz Amerika zu verbinden, und wir glauben, dass wir diese Mission gemeinsam besser erreichen können.“
Das neu formierte Unternehmen wird den Namen Republic Airways Holdings tragen und voraussichtlich unter dem neuen Tickersymbol „RJET“ an der NASDAQ gelistet sein. Die Fusion wurde von den Vorständen beider Unternehmen einstimmig genehmigt und soll voraussichtlich im späten dritten oder frühen vierten Quartal 2025 abgeschlossen werden. Nach Abschluss der Transaktion werden die Aktionäre von Republic Airways etwa 88 % der neuen Gesellschaft besitzen, während die Aktionäre von Mesa zwischen 6 % und 12 % halten werden, abhängig von bestimmten vor Abschluss zu erfüllenden Kriterien.
Republic Airways, mit Sitz in Indianapolis, betreibt eine Flotte von über 240 Embraer 170 und 175 Flugzeugen und bedient hauptsächlich Drehkreuze im Nordosten und Mittleren Atlantik der USA. Im Jahr 2024 beförderte Republic etwa 17,5 Millionen Passagiere auf mehr als 300.000 Flügen. Das Unternehmen arbeitet ausschließlich unter langfristigen Kapazitätskaufvereinbarungen mit American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines.
Mesa Air Group, gegründet 1982, bedient 89 Städte in 40 Bundesstaaten sowie Ziele auf den Bahamas, in Kanada, Kuba und Mexiko. Das Unternehmen betreibt eine Flotte von 60 Embraer 175 Flugzeugen mit mehr als 250 täglichen Abflügen und beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiter. Mesa hat in den letzten Jahren bedeutende Veränderungen durchlaufen, einschließlich der Beendigung seiner langjährigen Partnerschaft mit American Airlines im Jahr 2023 zugunsten einer neuen Vereinbarung mit United Airlines.
Im Rahmen der Fusion wird Republic Airways weiterhin American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines unter seinen bestehenden Kapazitätskaufvereinbarungen unterstützen. Die Operationen von Mesa werden United Airlines im Rahmen einer neuen zehnjährigen Kapazitätskaufvereinbarung unterstützen. Diese strategische Ausrichtung soll die regionale Konnektivität verbessern und die operative Effizienz durch die Kombination der Ressourcen und Fachkenntnisse beider Unternehmen steigern.
Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht vollständig offengelegt, jedoch wurde bekannt gegeben, dass alle ausstehenden Schulden von Mesa im Rahmen der Fusion getilgt werden. Dies wird voraussichtlich die finanzielle Position des kombinierten Unternehmens stärken und ihm ermöglichen, von den stabilen Einnahmen und dem soliden Cashflow von Republic zu profitieren.
Die Fusion erfolgt in einer Zeit, in der regionale Fluggesellschaften in den USA mit Herausforderungen wie Pilotenmangel und steigenden Betriebskosten konfrontiert sind. Durch den Zusammenschluss hoffen Republic und Mesa, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und ihre Fähigkeit zu verbessern, Gemeinden in den gesamten Vereinigten Staaten effektiv zu bedienen.
Es ist erwähnenswert, dass Bryan Bedford, der ehemalige CEO von Republic Airways, kürzlich von Präsident Donald Trump zum neuen Leiter der Federal Aviation Administration (FAA) ernannt wurde. Diese Ernennung könnte potenziell Auswirkungen auf die regulatorische Landschaft haben, in der das fusionierte Unternehmen operiert.
Die Fusion zwischen Republic Airways und Mesa Air Group stellt einen bedeutenden Schritt in der Konsolidierung des regionalen Luftverkehrsmarktes in den USA dar. Durch die Kombination ihrer Flotten, Ressourcen und Fachkenntnisse sind die beiden Unternehmen gut positioniert, um den zukünftigen Herausforderungen der Branche zu begegnen und den Service für Passagiere in den von ihnen bedienten Gemeinden zu verbessern.