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APF verzeichnet Rekordjahr 2024: Über 2,45 Millionen Euro für Reisende erwirkt

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Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (APF) blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2024 zurück. Mit über 2,45 Millionen Euro an erstrittenen Entschädigungen, Ausgleichszahlungen und Erstattungen für Reisende konnte die APF einen neuen Höchststand verzeichnen. Die Zahl der Schlichtungsanträge erreichte mit 7.333 ebenfalls einen Rekordwert.

Im Jahr 2024 gingen insgesamt 7.333 schriftliche Schlichtungsanträge bei der APF ein, was einer Steigerung von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aus diesen Anträgen wurden 5.436 Schlichtungsverfahren eröffnet und 5.334 abgeschlossen. Die durchschnittliche Verfahrensdauer betrug 40 Tage, während die erste Rückmeldung an Antragstellende im Schnitt nach einem Tag erfolgte.

Besonders hervorzuheben ist die hohe Erfolgsquote der APF: In 96 Prozent der abgeschlossenen Verfahren im Bahnbereich konnte eine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden. Im Flugbereich lag die Einigungsquote bei 79 Prozent.

Flugsektor dominiert Entschädigungsleistungen

Der größte Anteil der erstrittenen Summe entfiel mit 2,3 Millionen Euro auf den Flugsektor. Häufige Gründe für Beschwerden waren Annullierungen, Verspätungen sowie unzureichende Betreuungsleistungen durch die Fluggesellschaften. Besonders auffällig war die Zunahme von Fällen, in denen Fluglinien „außergewöhnliche Umstände“ als Begründung für Verspätungen oder Ausfälle anführten. Die APF prüfte diese Angaben individuell und konnte in vielen Fällen zugunsten der Reisenden entscheiden.

Im Bahnbereich wurden 1.412 Schlichtungsanträge verzeichnet, was ebenfalls einen neuen Höchststand darstellt. Hauptsächlich betrafen die Beschwerden Probleme bei der Stornierung von Online-Tickets, ungerechtfertigte Strafzahlungen sowie Leistungsminderungen im Nachtzugverkehr. Die meisten Verfahren im Bahnbereich bezogen sich mit 95 Prozent auf die ÖBB-Personenverkehr AG, gefolgt von der Westbahn mit etwa zwei Prozent.

Ryanair und Austrian Airlines im Fokus der Beschwerden

Im Flugbereich wurden die meisten Verfahren mit Austrian Airlines (1.200) und Ryanair (1.100) geführt. Besonders bei Ryanair kam es im Sommer 2024 vermehrt zu Beschwerden, was zu einer Verdopplung des Anteils an Gesamtverfahren im Flugbereich führte. Weitere häufig betroffene Fluggesellschaften waren Wizz Air (500 Verfahren) und Air Dolomiti (200 Verfahren).

Die APF hat sich seit ihrer Gründung als zentrale Anlaufstelle für Reisende etabliert, die ihre Rechte im Bahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr durchsetzen möchten. Durch ihre kostenlose und provisionsfreie Unterstützung trägt die APF maßgeblich zur Stärkung des Vertrauens in das österreichische Verkehrssystem bei.

Angesichts der steigenden Fallzahlen und der komplexer werdenden Beschwerdegründe plant die APF, ihre Ressourcen weiter auszubauen und die Zusammenarbeit mit Verkehrsunternehmen zu intensivieren. Ziel ist es, die Rechte der Reisenden weiterhin effektiv zu schützen und faire Lösungen in Streitfällen zu ermöglichen.

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