Boeing 787-9 (Foto: Jan Gruber).
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Wartungsprobleme legen Teile der KLM-Langstreckenflotte lahm

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Erhebliche Beeinträchtigungen im Flugbetrieb der niederländischen Fluggesellschaft KLM sind am vergangenen Wochenende durch unerwartete Wartungsprobleme in der Boeing 787 „Dreamliner“-Flotte entstanden.

Wie nun bekannt wurde, mussten mehrere Langstreckenverbindungen kurzfristig annulliert werden, was zu erheblichen Unannehmlichkeiten für zahlreiche Passagiere führte. Betroffen waren demnach unter anderem Flüge zu nordamerikanischen Destinationen wie Chicago und Portland sowie nach Mexiko-Stadt.

Fehlerhafte Wartung als Ursache

Auslöser der Flugausfälle ist eine fehlerhafte Wartung an einem Teil des Tanksystems der betroffenen Flugzeuge. Nach Informationen der belgischen Nachrichtenplattform „Brussels Times“ wurden die Wartungsarbeiten an sieben Maschinen des Typs Boeing 787 irrtümlich nach den Vorgaben für das Schwestermodell Boeing 777 durchgeführt.

Obwohl die verbauten Komponenten in ihrer Bauart identisch sein sollen, existieren für die Wartung der Dreamliner abweichende und spezifischere Anleitungen des Herstellers. Dieser Umstand führte dazu, daß die durchgeführten Arbeiten nicht den notwendigen Sicherheitsstandards entsprachen und die betroffenen Flugzeuge außer Dienst gestellt werden mußten.

Reaktionen der Fluggesellschaft

Die Fluggesellschaft KLM reagierte umgehend auf die festgestellte Panne und bestätigte die außerplanmäßige Aussetzung des Betriebs der sieben betroffenen Boeing 787. Unternehmenssprecher betonten, daß die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung oberste Priorität habe und die notwendigen Schritte zur schnellstmöglichen Behebung des Problems eingeleitet worden seien.

So kündigte KLM an, die Wartung der betroffenen „Dreamliner“-Maschinen kurzfristig zu wiederholen und die Arbeiten gemäß den korrekten Herstellervorgaben erneut durchzuführen. Es ist davon auszugehen, daß dies einige Zeit in Anspruch nehmen wird und somit auch in den kommenden Tagen mit weiteren Flugausfällen und Verspätungen im Langstreckennetz der KLM gerechnet werden muß.

Auswirkungen auf den Flugbetrieb und die Passagiere

Die kurzfristigen Flugstreichungen stellten eine erhebliche Herausforderung für die betroffenen Passagiere dar. Viele Reisende saßen an den Flughäfen fest oder mußten ihre Reisepläne kurzfristig ändern.

KLM bemühte sich, gestrandete Passagiere umzubuchen und ihnen alternative Reisemöglichkeiten anzubieten oder Unterkünfte zu organisieren. Dennoch war der Ärger bei vielen Betroffenen groß, insbesondere da die Absagen so kurzfristig erfolgten. Die Flugausfälle dürften auch einen spürbaren Einfluß auf den Flugbetrieb der KLM haben, da die Boeing 787 ein wichtiger Bestandteil der Langstreckenflotte ist und die Kapazitäten auf den betroffenen Routen deutlich reduziert sind.

Untersuchungen zur Ursache

Es ist zu erwarten, daß die niederländische Fluggesellschaft eine interne Untersuchung einleiten wird, um die genauen Umstände der fehlerhaften Wartung zu klären und zukünftige Vorfälle dieser Art zu vermeiden.

Dabei wird es von Bedeutung sein zu analysieren, wie es zu der Verwechslung der Wartungsanleitungen kommen konnte und welche Kontrollmechanismen möglicherweise versagt haben. Solche Vorfälle können nicht nur zu erheblichen betrieblichen Störungen führen, sondern auch das Vertrauen der Passagiere in die Sicherheit der Fluggesellschaft beeinträchtigen.

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