Der Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) plant, 20.000 Arbeitsplätze abzubauen und 73 Einrichtungen zu schließen. Dieser Schritt erfolgt im Zuge einer geplanten Reduzierung der Lieferungen für den Online-Händler Amazon.com sowie angesichts der anhaltenden globalen Unsicherheiten und des von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump initiierten Handelsstreits.
Während einer Telefonkonferenz für Investoren zum ersten Quartal gab das Management bekannt, daß das Ziel sei, das Volumen von Amazon im eigenen Netzwerk bis Juni 2026 um über 50 Prozent zu reduzieren, da das Geschäft mit dem E-Commerce-Riesen „für uns nicht profitabel und auch keine gesunde Ergänzung unseres Netzwerks“ darstelle. Konkrete Angaben zu den betroffenen Positionen bei den Entlassungen machte das Unternehmen nicht.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, daß UPS in den Vereinigten Staaten 406.000 Mitarbeiter beschäftigt, von denen über 75 Prozent gewerkschaftlich organisiert sind. Laut dem aktuellen nationalen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft der Teamsters ist UPS vertraglich verpflichtet, 30.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Der Generalsekretär der Gewerkschaft, Sean O’Brien, warnte jedoch, daß UPS mit erheblichem Widerstand rechnen müsse, sollte das Unternehmen versuchen, den Tarifvertrag zu verletzen oder hart erkämpfte Arbeitsplätze von Gewerkschaftsmitgliedern anzugreifen. Mit den Personalkürzungen und anderen Initiativen will UPS seine Gewinne schützen und im Jahr 2025 3,5 Milliarden US-Dollar einsparen. Im ersten Quartal des Jahres verzeichnete UPS einen Umsatz von 21,5 Milliarden US-Dollar und einen operativen Gewinn von 1,7 Milliarden US-Dollar.