American Airlines am Flughafen Chicago O'Hare (Foto: Unsplashed/Miguel Ángel Sanz).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

American Airlines: Zweite Getränkerunde kehrt auf langen Inlandsflügen zurück

Werbung

Die amerikanische Fluggesellschaft American Airlines hat angekündigt, ihren Bordservice auf ausgewählten inländischen Langstreckenflügen zu erweitern und eine zweite Getränkerunde wieder einzuführen. Diese Maßnahme, die ab dem heutigen Mittwoch gilt, zielt darauf ab, das Reiseerlebnis für die Passagiere zu verbessern und den Service an Bord aufzuwerten.

Dieser Schritt folgt auf andere kürzliche Verbesserungen, wie die Einführung einer ununterbrochenen Bordunterhaltung für Reisende der ersten und Business Class auf inneramerikanischen Flügen. Die Wiedereinführung des zweiten Getränkeservices, der Anfang 2020 vorübergehend eingestellt worden war, wird von vielen Passagieren begrüßt und wirft einen Blick auf die unterschiedlichen Servicephilosophien amerikanischer und europäischer Fluggesellschaften.

Mehr Komfort auf Domestic-„Langstrecken“: American Airlines reagiert auf Kundenwünsche

Ein Sprecher von American Airlines betonte, daß die Fluggesellschaft bestrebt sei, das Kundenerlebnis während der gesamten Reise kontinuierlich zu verbessern. Die Wiedereinführung der zweiten Getränkerunde auf Flügen über 1.500 Meilen sowie ein Getränkeservice vor der Mahlzeit auf ausgewählten internationalen Flügen, die vor 21:01 Uhr lokaler Abflugzeit starten, seien direkte Reaktionen auf das Feedback und die Wünsche der Passagiere. Ziel sei es, den Wert der Reise vom Gate bis zum Gate zu steigern und den Komfort an Bord zu erhöhen.

Im Vergleich dazu verfolgen europäische Fluggesellschaften wie Lufthansa, Air France und Ryanair unterschiedliche Ansätze in Bezug auf den Bordservice, insbesondere auf Kurz- und Mittelstrecken. Lufthansa und Air France bieten in der Regel auf Langstreckenflügen einen umfassenden Service mit mehreren Mahlzeiten und Getränkerunden an, der oft im Ticketpreis inbegriffen ist. Auf kürzeren Strecken ist der kostenfreie Service tendenziell reduziert, wobei Getränke und Snacks entweder kostenpflichtig sind oder nur in bestimmten Reiseklassen kostenlos angeboten werden.

Ryanair hingegen, als eine der größten Billigfluggesellschaften Europas, verfolgt ein konsequent kostenpflichtiges Modell für Speisen und Getränke an Bord, unabhängig von der Flugdistanz. Dies ermöglicht es der Airline, die Ticketpreise niedrig zu halten, während Passagiere, die Verpflegung wünschen, diese separat erwerben können. Die Entscheidung von American Airlines, auf Langstreckenflügen wieder einen zusätzlichen Getränkeservice anzubieten, könnte als ein Schritt gesehen werden, sich im Serviceangebot von reinen Billigfliegern abzugrenzen und den Komfort für Langstreckenreisende zu erhöhen, ähnlich dem Standard, den viele von traditionellen europäischen Fluglinien auf diesen Strecken gewohnt sind.

Bordservice im Wandel: Ein europäisch-amerikanischer Vergleich

Die Unterschiede im Bordservice spiegeln oft die generelle Geschäftsstrategie der jeweiligen Fluggesellschaft wider. Während amerikanische Airlines in der Vergangenheit auf Inlandsstrecken den Service eher reduziert haben, um Kosten zu senken, scheinen sie nun, zumindest auf längeren Distanzen, wieder verstärkt auf die Zufriedenheit der Passagiere zu setzen. Dies könnte auch mit dem intensiven Wettbewerb auf dem nordamerikanischen Markt zusammenhängen.

Lufthansa beispielsweise bietet auf innerdeutschen und europäischen Kurzstrecken in der Economy Class in der Regel keine kostenlosen Mahlzeiten mehr an, sondern setzt auf ein „Buy-on-Board“-Konzept, ähnlich wie Ryanair, jedoch mit einem etwas hochwertigeren Angebot. Air France handhabt dies ähnlich, wobei auf einigen Kurzstrecken zumindest ein kleines Getränkeangebot kostenfrei sein kann. Auf Langstrecken hingegen legen beide Fluggesellschaften Wert auf einen inklusiven und umfassenden Service.

Die Wiedereinführung des zusätzlichen Getränkeservices bei American Airlines auf Langstrecken könnte somit als eine Annäherung an die Servicephilosophie europäischer Netzwerk-Carrier auf diesen Strecken interpretiert werden. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Schritt von den Passagieren positiv aufgenommen wird und ob er möglicherweise eine Trendwende im Serviceangebot amerikanischer Fluggesellschaften auf längeren Inlandsverbindungen einleitet. Die Reaktion der Fluggäste wird sicherlich Aufschluß darüber geben, wie wichtig ein solcher zusätzlicher Service auf längeren Flügen tatsächlich ist.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung