Nach heftigen Gefechten in der libyschen Hauptstadt Tripolis haben zahlreiche internationale Fluggesellschaften, darunter Egypt Air, Turkish Airlines und Ita Airways, ihre Flüge in die Stadt vorübergehend ausgesetzt. Infolgedessen ist der Hauptstadtflughafen Mitiga aktuell geschlossen. Das Auswärtige Amt hat angesichts der unübersichtlichen und weiterhin volatilen Lage deutsche Staatsbürger dringend zur Ausreise aus Libyen aufgefordert.
Auslöser der jüngsten Eskalation der Gewalt war der gewaltsame Tod eines Milizenführers am 12. Mai 2025, der im Stadtzentrum von Tripolis und umliegenden Vierteln zu schweren Auseinandersetzungen führte. Obwohl seit dem 14. Mai ein vorläufiger Waffenstillstand gelten soll, bleibt die Situation laut dem am Donnerstag aktualisierten Reisehinweis des Auswärtigen Amtes weiterhin angespannt und unvorhersehbar. Der Betrieb am Flughafen Mitiga ist derzeit unterbrochen, und eine erneute Zuspitzung der Lage könne nicht ausgeschlossen werden.
Wie das Portal Aerotelegraph berichtet, ist der Flughafen Mitiga nahe dem Stadtzentrum von Tripolis der wichtigste des Landes, seit der Tripoli International Airport durch frühere Kämpfe zerstört wurde. Mehrere libysche Fluggesellschaften, darunter Afriqiyah Airways, Libyan Airlines und Berniq Airways, haben demnach begonnen, ihre Flugzeuge vorsorglich zum Misrata International Airport zu verlegen, der etwa 200 Kilometer östlich von Tripolis an der Mittelmeerküste liegt. Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor Reisen nach Libyen und rät deutschen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen, solange dies möglich ist. Die deutsche Botschaft in Tripolis ist derzeit für den allgemeinen Besucherverkehr geschlossen; konsularische Dienstleistungen werden von Tunis aus wahrgenommen.