Passagiere an einem Gate (Foto: Unspalsh/Chuttersnap).
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EU beschließt schrittweise Einführung eines neuen elektronischen Einreisesystems

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Die Europäische Union will die Kontrolle der Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Bürgern in den Schengen-Raum mit einem neuen elektronischen System verbessern. Vertreter des Europaparlaments und der Mitgliedstaaten einigten sich in Brüssel auf einen schrittweisen Start des sogenannten Entry/Exit-Systems (EES). Dieses soll künftig automatisiert erfassen, welche Drittstaatsangehörigen in einen EU-Mitgliedstaat ein- oder ausreisen, einschließlich biometrischer Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder.

Das EES zielt darauf ab, irreguläre Migration effektiver zu bekämpfen und Identitätsbetrug zu erschweren. Die Datenbank soll in Echtzeit Informationen über Reisedaten und den Aufenthaltsstatus von Drittstaatsangehörigen liefern und anzeigen, ob sich Personen länger als erlaubt im Schengen-Raum aufhalten. Die Einführung des Systems soll in einer sechsmonatigen Übergangsphase erfolgen. In den ersten zwei Monaten können die Mitgliedstaaten das System optional ohne biometrische Daten nutzen. Ab dem dritten Monat sollen mindestens 35 Prozent der Grenzübertritte über das EES abgewickelt werden, und nach spätestens einem halben Jahr soll die vollständige Umstellung erfolgen. Bis dahin werden Reisepässe weiterhin zusätzlich manuell gestempelt.

Der zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner betonte die Bedeutung des EES zur Schließung bestehender Sicherheitslücken. Ein konkretes Startdatum für das neue System steht noch nicht fest und bedarf eines gesonderten Beschlusses der EU-Kommission, nachdem die Einigung formell vom Rat und dem Parlament bestätigt wurde. Es wird erwartet, daß das System im Oktober 2025 vollständig in Betrieb gehen soll.

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