Flughafen Berlin-Brandenburg Terminal 1 (Foto: Granit Pireci).
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Rauchentwicklung an Turkish Airlines Boeing 777 nach Landung in Berlin löst Feuerwehreinsatz aus

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Am Dienstagvormittag kam es nach der planmäßigen Landung einer Boeing 777-300ER der Turkish Airlines auf dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) zu einer Rauchentwicklung im Bereich des Fahrwerks. Die alarmierte Flughafenfeuerwehr eilte daraufhin mit einem Großaufgebot zum Flugzeug. Der Flug TK 1721 aus Istanbul war um 9:04 Uhr gelandet und hatte den BER sogar etwa 15 Minuten vor der geplanten Zeit erreicht.

Unmittelbar nach dem Aufsetzen der schweren Langstreckenmaschine vom Typ Boeing 777-300ER trat am Fahrwerk Rauch aus, was die automatischen Alarmsysteme auslöste und die Einsatzkräfte auf den Plan rief. Die Flughafenfeuerwehr rückte umgehend mit mehreren Fahrzeugen an den Landeort aus. Eine Sprecherin des BER konnte jedoch kurz nach dem Vorfall gegenüber der „Bild“-Zeitung Entwarnung geben. Sie erklärte, daß die Ursache für die Rauchentwicklung eine heißgelaufene Bremse an der Boeing 777 gewesen sei. Ein Brand sei zu keiner Zeit festgestellt worden.

Die betroffene Boeing 777-300ER mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JJY wurde nach der Landung zunächst auf einer sogenannten Außen- oder Feldposition abgestellt. Die Passagiere und die Besatzung konnten das Flugzeug über die regulären Flugzeugtreppen sicher verlassen. Nach ersten Angaben des Flughafens kam es durch den Zwischenfall nicht zu wesentlichen Behinderungen des weiteren Flugbetriebs am BER.

Hintergründe zu heißgelaufenen Flugzeugbremsen

Das Phänomen heißgelaufener Bremsen ist im Luftverkehr nicht ungewöhnlich und kann insbesondere nach Landungen auftreten, bei denen die Bremsen des Flugzeugs stark beansprucht wurden. Dies kann beispielsweise bei kürzeren Landebahnen, höheren Landegewichten oder auch bei notwendigen Not- oder Schnellbremsungen der Fall sein. Die Bremsen moderner Verkehrsflugzeuge sind hochentwickelt und darauf ausgelegt, die schweren Maschinen sicher abzubremsen. Dabei entsteht durch Reibung eine erhebliche Wärmeentwicklung. Wenn diese Wärme nicht schnell genug abgeführt werden kann, kann es zur Überhitzung der Bremsen und in der Folge zur Rauchentwicklung kommen. In extremen Fällen könnte dies auch zu einem Brand führen, weshalb solche Situationen von den Flughafenfeuerwehren stets sehr ernst genommen und gründlich überprüft werden.

Flugzeuge verfügen über Systeme zur Überwachung der Temperatur der Bremsen, um die Piloten vor einer Überhitzung zu warnen. Nach einer Landung mit heißgelaufenen Bremsen wird das Flugzeug in der Regel einer eingehenden Inspektion unterzogen, bevor es für den nächsten Flug freigegeben wird. Dies dient der Aufrechterhaltung höchster Sicherheitsstandards im Luftverkehr. Der Zwischenfall am BER zeigt das prompte und standardisierte Vorgehen der Sicherheitskräfte bei solchen Vorkommnissen.

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