Indische Zollbeamte haben am internationalen Flughafen von Mumbai einen Reisenden aus Thailand festgenommen, nachdem in seinem aufgegebenen Gepäck fast 50 giftige Schlangen und fünf unrechtmässig gehaltene Schildkröten entdeckt wurden. Der Fund der lebenden Reptilien, die in Plastikeimern im Koffer des Passagiers versteckt waren, sorgte bei den Behörden für Aufsehen.
Bei den geschmuggelten Tieren handelte es sich um 44 Indonesische Grubenottern (Trimeresurus albolabris), drei gehörnte Vipern mit Spinnenschwanz (Pseudocerastes urarachnoides) und fünf Asiatische Blattschildkröten (Cyclemys dentata). Alle diese Arten fallen unter die Bestimmungen des CITES-Anhangs II, welcher den internationalen Handel mit gefährdeten Arten regelt. Die Indonesische Grubenotter ist bekannt für ihr starkes Gift, während die gehörnte Viper mit Spinnenschwanz durch ihren ungewöhnlichen Schwanz auffällt, der zur Anlockung von Beutetieren dient. Die Asiatische Blattschildkröte ist eine in Südostasien verbreitete Süsswasserschildkröte.
Der indische Staatsbürger, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, wurde nach seiner Ankunft in Gewahrsam genommen. Die Tiere wurden umgehend beschlagnahmt. Die Zollbehörden veröffentlichten Bilder der sichergestellten Reptilien, die das Ausmass des Schmuggels verdeutlichen. Der Vorfall wirft Fragen nach den Motiven des Schmuggels und den möglichen weiteren Verwendungszwecken der Tiere auf. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.