Nach anhaltenden Klagen über lange Warteschlangen bei der Passkontrolle hat der belgische Innenminister Bernard Quintin (MR) während eines Besuchs am Flughafen Brüssel am Montag versprochen, daß solche Verzögerungen im kommenden Sommer der Vergangenheit angehören werden. Die Ankündigung erfolgt angesichts der bevorstehenden Hauptreisezeit, in der das Passagieraufkommen traditionell stark ansteigt und die Effizienz der Grenzkontrollen entscheidend für den reibungslosen Ablauf des Flugbetriebes ist.
Um das Problem der langen Wartezeiten anzugehen, sollen während der Spitzenzeiten zusätzliche Beamte bei der Passkontrolle eingesetzt werden. An sogenannten „Orangen Tagen“, an denen ein erhöhtes Passagieraufkommen erwartet wird, soll die Kapazität um 30 Prozent erhöht werden. An „Roten Tagen“, wenn die höchsten Passagierzahlen prognostiziert werden, ist sogar eine Steigerung um 40 Prozent vorgesehen. Die notwendigen Verstärkungen werden vorübergehend aus anderen Abteilungen abgezogen, während der längerfristige Personalbedarf durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen und Schulungen gedeckt werden soll, um eine nachhaltige Lösung zu gewährleisten.
Des Weiteren ist in den kommenden Wochen die Installation einer sechsten Passkontrollkabine für die Luftfahrtpolizei geplant. Es wird erwartet, daß alle sechs Kabinen an Spitzentagen vollständig besetzt sein werden, um den Passagierstrom effizienter abwickeln zu können. Diese Maßnahmen werden von Arnaud Feist, dem Vorstandsvorsitzenden des Flughafens Brüssel, begrüßt. „Wir – und insbesondere unsere Passagiere – wissen dies zu schätzen“, erklärte Feist. „Der Flughafen Brüssel ist ein strategischer Knotenpunkt, und die Grenzkontrolle ist ein entscheidender Teil unseres Betriebs. Die Polizei spielt dabei eine zentrale Rolle.“ Die Effizienz der Grenzkontrollen ist für internationale Flughäfen wie Brüssel von hoher Bedeutung, um sowohl die Sicherheit als auch die Attraktivität als Reiseziel und Drehkreuz zu gewährleisten.