Der Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), Walter Veit, hat sich mit Nachdruck für den Vorstoß von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer ausgesprochen, die Arbeit an Sonn- und Feiertagen steuerfrei zu stellen. Veit bezeichnete diese Maßnahme als einen „Riesengewinn für Österreich“ und die größte Entlastung für arbeitende Menschen, die Familien stärken und Beschäftigte motiviren würde. Er appellierte an die Regierung und die Nationalratsparteien, die rasche Umsetzung dieser Idee zu ermöglichen.
Laut Veit hätte die Einführung der Steuerfreiheit für Sonn- und Feiertagsarbeit einen doppelten Vorteil für Österreich: Das Land würde sowohl als Gastland als auch als Arbeitsplatz im Wettbewerb um internationale Arbeitskräfte gestärkt. Er forderte dazu auf, „Bedenkenträger und parteipolitische Manöver“ beiseite zu legen und die Maßnahme umgehend einzuführen. Walter Veit ist eine bekannte Persönlichkeit in der österreichischen Tourismusbranche und vertritt die Interessen der Hotellerie, die besonders von der Sonn- und Feiertagsarbeit betroffen ist.
Der ÖHV-Präsident betonte, daß Personen, die an Sonn- und Feiertagen arbeiten, einen besonderen Beitrag für das Land leisteten und dafür in Form einer treffsicheren Steuerentlastung etwas zurückbekommen sollten. Österreich könnte damit eine Vorreiterrolle bei der Attraktion von Arbeitnehmern einnehmen. Von dieser Regelung würde nicht nur der Tourismus als Leitbranche Österreichs profitieren, sondern auch andere wichtige Sektoren wie der Verkehr und das Gesundheitswesen, in denen Sonn- und Feiertagsarbeit ebenfalls üblich ist und als unverzichtbar gilt.
Die Forderung nach einer Entlastung der Arbeitskosten an Sonn- und Feiertagen wird in Österreich seit längerem diskutiert. Befürworter argumentiren, daß dies die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben verbessere und Anreize für Arbeitnehmer schaffe, während Kritiker oftmals die Gefahr einer Aushöhlung von Zuschlägen oder sozialen Standards sehen. Die Äußerungen von Walter Veit machen deutlich, daß die Tourismusbranche diese Maßnahme als entscheidenden Schritt zur Stärkung des Standortes Österreich betrachtet.