
Turkish Airlines erwägt Einstieg bei Air Europa
Die Turkish Airlines zieht ein Gebot für eine Minderheitsbeteiligung an der spanischen Fluggesellschaft Air Europa in Betracht. Dies berichten Kreise, die mit der Angelegenheit vertraut sind, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Damit reiht sich die türkische Staatsfluggesellschaft in eine wachsende Zahl potenzieller Investoren ein, zu denen auch die Lufthansa und Air France-KLM zählen, vor Ablauf der Frist für verbindliche Angebote Anfang Juli. Der Schritt ist Teil der Bemühungen von Air Europa, Mittel zur Rückzahlung eines staatlichen Darlehens aus der Zeit der Pandemie zu beschaffen. Das Interesse einer außereuropäischen Fluggesellschaft am regionalen Markt ist ein seltener Vorgang und könnte Turkish Airlines eine strategische Position für eine zukünftige Kontrolle in diesem wichtigen Luftverkehrsraum sichern. Auch Air France-KLM und Lufthansa führen weiterhin Gespräche mit Globalia, der Eigentümerin von Air Europa, über eine Beteiligung; Details hierzu bleiben jedoch vertraulich. Die Verkaufsbemühungen um Air Europa ziehen sich bereits seit längerer Zeit hin, was auf interne Familienstreitigkeiten innerhalb von Globalia sowie strukturelle Bedenken seitens der Bieter zurückzuführen ist. Der Fokus liegt nun auf dem Erwerb einer Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent, welche einen strategischen Einstieg inmitten des zunehmenden Konsolidierungsdrucks im europäischen Luftverkehrsmarkt bietet. Die Eigentümerin von British Airways, die IAG, welche bereits eine 20-prozentige Beteiligung an Air Europa hält, hatte im vergangenen Jahr eine vollständige Übernahme der Fluggesellschaft aufgrund regulatorischer Bedenken und kartellrechtlicher Vorbehalte aufgegeben. Air Europa betreibt wichtige Routen innerhalb Spaniens, Europas und Lateinamerikas. Diese Regionen stehen zunehmend im Fokus von Fluggesellschaften, die dort Wachstum und eine größere Marktpräsenz anstreben. Der Wettbewerb um die Anteile an Air








