
Kostenlawine bei GTLK-Europe-Liquidation
Die Abwicklung der russischen Flugzeugleasinggesellschaften GTLK Europe und GTLK Europe Capital entwickelt sich zu einem kostspieligen Unterfangen, dessen Ende noch nicht abzusehen ist. Laut Berichten der irischen Zeitung „Irish Independent“ haben die Liquidatoren, Damien Murran und Julian Moroney von Teneo Restructuring Ireland, in den letzten zwei Jahren bereits Honorare in Höhe von 41,5 Millionen Euro (47,6 Millionen US-Dollar) kassiert. Es wird erwartet, daß sie noch Dutzende Millionen weitere erhalten werden, bevor ihre Arbeit abgeschlossen ist. Dieses Liquidationsverfahren, das als das größte in der Geschichte Irlands gilt, ist nicht nur aufgrund seines Umfangs, sondern auch wegen der komplexen internationalen Verflechtungen und der hohen Kosten von großem Interesse. Ein Liquidationsverfahren von beispiellosem Ausmaß Die Ernennung von Damien Murran und Julian Moroney zu gemeinsamen Liquidatoren für GTLK Europe DAC und GTLK Europe Capital DAC erfolgte im Mai 2023 durch den irischen High Court. Beide Gesellschaften waren letztendlich im Besitz der russischen GTLK – State Transport Leasing. Die finanziellen Schwierigkeiten der GTLK-Einheiten entstanden, nachdem westliche Nationen Sanktionen gegen bestimmte russische Unternehmen und Einzelpersonen als Reaktion auf die Invasion der Ukraine verhängten. Mit eingefrorenen Bankkonten und der Unfähigkeit, Rechnungen zu bezahlen, sahen sich die Gläubiger gezwungen, gegen die GTLK-Einheiten vorzugehen, da die Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb nicht mehr aufrechterhalten konnten. Die nun vorliegenden Berichte, basierend auf jüngsten Einreichungen bei Gericht, zeigen eine beeindruckende Honorarentwicklung für die Liquidatoren. Teneo Restructuring Ireland kassierte 14,3 Millionen Euro (16,4 Millionen US-Dollar) in den sechs Monaten bis zum 31. Mai 2025 und weitere 15,7 Millionen Euro (18 Millionen US-Dollar) im vorhergehenden




