Atech, ein Unternehmen der Embraer-Gruppe, erweitert seine internationale Präsenz durch die Eröffnung eines neuen Büros in Lissabon, Portugal. Diese Expansion, die in Zusammenarbeit mit Embraer Defense Europe erfolgt, ist Teil der Unternehmensstrategie, die Auslandsgeschäfte auszubauen. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf den Bereichen Verteidigung und Sicherheit sowie dem Luftverkehrsmanagement.
Das neue Büro in Lissabon ist die erste Niederlassung von Atech außerhalb Brasiliens. Obwohl die vom Unternehmen entwickelten Technologien bereits in verschiedenen Ländern Asiens, Lateinamerikas und in Brasilien zum Einsatz kommen, stellt dieser Schritt eine bedeutende Festigung der europäischen Präsenz dar. Rodrigo Persico de Oliveira, Geschäftsführer von Atech, äußerte sich zur Eröffnung und betonte, daß das Lissabonner Büro die Beziehungen von Atech zu europäischen Unternehmen und Organisationen vertiefen werde. Das Unternehmen sei bereits regelmäßig an der jährlichen Cyber-Verteidigungsübung Locked Shields des NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE) beteiligt und beabsichtige, seine Verbindungen zu strategischen internationalen Partnern in Europa weiter auszubauen.
Atech ist als brasilianisches Systemhaus für Luftverkehrsmanagement (ATM) und Verteidigung bekannt. Basierend auf internationalen Standards ist das Unternehmen für die Entwicklung des brasilianischen Flugsicherungsystems verantwortlich, welches von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) als Referenzsystem weltweit anerkannt wird. Diese Expertise soll nun verstärkt in den europäischen Markt getragen werden.
Das Portfolio von Atech für den Verteidigungs- und öffentlichen Sicherheitsbereich umfaßt innovative Lösungen wie Kommando- und Kontrollsysteme, Intelligenz- und Datenanalysewerkzeuge, Vorfallmanagementplattformen, Drohnensteuerung und fortschrittliche Cybersicherheitstechnologien. Ziel ist die Integration und Optimierung von Überwachung, Analyse und Entscheidungsfindung in Echtzeit, um komplexe Operationen wie Krisenmanagement, Grenzüberwachung und Verteidigungseinsätze zu unterstützen. Die physische Präsenz in Lissabon soll diese Bestrebungen auf dem europäischen Kontinent fördern.