Nach einer Kollision zweier ihrer Flugzeuge am Noi Bai International Airport in Hanoi am 27. Juni 2025 hat Vietnam Airlines vier Piloten suspendiert. Ein auf dem Weg zum Start befindlicher Boeing 787 streifte dabei das Heck eines Airbus A321, der sich an einer Rollwegkreuzung nicht korrekt positioniert hatte.
Beide Flugzeuge erlitten Schäden und mußten daraufhin gegroundet werden. Mehr als 380 Passagiere wurden auf Ersatzflüge umgebucht. Die Zivilluftfahrtbehörde Vietnams stufte den Vorfall als schwerwiegenden Sicherheitsverstoß der Stufe B ein. Ermittlungen zur genauen Ursache des Vorfalls und zur Vermeidung zukünftiger ähnlicher Ereignisse sind im Gange. Vietnam Airlines kooperirt eigenen Angaben zufolge vollumfänglich mit den Behörden, um die Umstände des Geschehens aufzuklären.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitsvorschriften und -abläufe an Flughäfen, insbesondere in Bezug auf die Bewegung von Flugzeugen am Boden. Solche Kollisionen auf Rollwegen, auch als „Ground Incidents“ bekannt, können erhebliche Folgen für den Flugbetrieb und die Sicherheit haben, auch wenn sie seltener zu Personenschäden führen als Zwischenfälle in der Luft. Die strikte Einhaltung der Anweisungen der Flugsicherung und der korrekten Positionierung der Luftfahrzeuge auf dem Vorfeld sind hierbei von größter Bedeutung.
Die Suspendierung der Piloten ist eine übliche erste Maßnahme bei derartigen Vorfällen, um eine ungestörte Untersuchung zu ermöglichen und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten. Das Ergebnis der laufenden Ermittlungen wird zeigen, welche Faktoren zu dieser Kollision geführt haben und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit am Flughafen Hanoi und im Betrieb von Vietnam Airlines weiter zu gewährleisten.