Die weltweite Nachfrage im Luftverkehr ist im Mai 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent gestiegen. Dies gab die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) bekannt. Während der asiatisch-pazifische Raum das stärkste Wachstum verzeichnete, zeigte Nordamerika einen seltenen Rückgang. Die Kapazität erhöhte sich im Gleichschritt um 5,0 Prozent, wobei der globale Sitzladefaktor nahezu unverändert bei 83,4 Prozent lag.
Im internationalen Reiseverkehr stieg die Nachfrage um 6,7 Prozent, und der Sitzladefaktor erreichte mit 83,2 Prozent einen Rekordwert für den Monat Mai. Regional betrachtet führte Asien-Pazifik mit einem Nachfragewachstum von 13,3 Prozent die globale Entwicklung an, gefolgt von Afrika mit 9,5 Prozent und Lateinamerika mit 8,8 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnete Europa ein moderateres Wachstum von 4,1 Prozent, während Nordamerika mit einem Zuwachs von nur 1,4 Prozent das schwächste internationale Wachstum aufwies. Die afrikanisch-asiatische Route zeigte mit 15,9 Prozent den schnellsten Zuwachs.
Im nationalen Reiseverkehr stieg die Nachfrage um 2,1 Prozent, bei einer Kapazitätszunahme von 2,8 Prozent. Auffällig waren die Entwicklungen in verschiedenen Schlüsselmärkten: Brasilien zeigte mit einem Anstieg von 18,3 Prozent das höchste Wachstum im nationalen Bereich. China verzeichnete ein beschleunigtes Wachstum von 7,4 Prozent, und Japan zeigte eine starke Zunahme der Nachfrage um 5,8 Prozent mit einem deutlichen Anstieg des Ladefaktors. Demgegenüber sank die Nachfrage in den Vereinigten Staaten um 1,7 Prozent, was auf eine Verlangsamung der Wirtschaft und weniger Geschäftsreisen zurückgeführt wird. Indien verzeichnete zwar ein Wachstum von 3,1 Prozent, jedoch einen deutlichen Rückgang des Sitzladefaktors um 5,3 Prozentpunkte.
Willie Walsh, der Generaldirektor der IATA, hob die insgesamt starke globale Reisestimmung hervor, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Sommersaison, ungeachtet geopolitischer Risiken und regionaler Unterschiede. Der Rückgang in Nordamerika stehe im Kontrast zur florierenden Nachfrage in Asien-Pazifik und Lateinamerika, was eine Verschiebung der Wachstumsdynamik im globalen Luftverkehr andeute. Zudem blieben die Ölpreise im Mai niedrig, was ein wichtiger Faktor zur Stützung der Margen der Fluggesellschaften war.