Juli 2, 2025

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Juli 2, 2025

Erneuter Vorfall am Flughafen Fernando de Noronha: Flugzeug im Asphalt eingesunken

Der Flughafen Fernando de Noronha war am vergangenen Sonntag, dem 29. Juni, erneut Schauplatz eines Zwischenfalls, bei dem ein Passagierflugzeug im Asphalt des Vorfeldes einsank. Eine Boeing 737 Max 8 der Fluggesellschaft Gol sank beim Rollen zum Start ab. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche. Schon am 22. Juni war eine Embraer E195-E2 von Azul vom selben Problem am Inselflughafen betroffen. Die Betreiberfirma Dix Aeroportos, welche den Flughafen verwaltet, hat wiederholt auf den mangelhaften Zustand der Infrastruktur hingewiesen und drängt seit längerer Zeit auf die Durchführung dringend notwendiger Sanierungsarbeiten. Trotz dieser Forderungen wurde bisher lediglich ein Teil der Start- und Landebahn erneuert. Die Rollwege und das Vorfeld, also jene Bereiche, auf denen die Flugzeuge zum Start oder zur Parkposition manövrieren, bleiben weiterhin in einem Zustand, der eine umfassende Sanierung erfordert. Diese wiederholten Vorkommnisse werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitsbedenken am Flughafen Fernando de Noronha. Die Vorfälle, bei denen Flugzeuge im weichen Asphalt versinken, können den Flugbetrieb erheblich stören und im schlimmsten Fall zu Beschädigungen an den Flugzeugen führen. Glücklicherweise gab es bei den jüngsten Zwischenfällen keine Berichte über Verletzte, doch die Auswirkungen auf den Flugplan und die Zuverlässigkeit des Flughafens sind spürbar. Die anhaltenden Probleme mit der Infrastruktur könnten langfristige Konsequenzen für den Tourismus auf der Insel Fernando de Noronha haben, einer beliebten Destination in Brasilien. Die Forderungen nach einer vollständigen und schnellen Sanierung der Rollwege und des Vorfeldes dürften nach diesen Vorfällen weiter zunehmen, um die Sicherheit des Flugbetriebs und die Attraktivität des Flughafens

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Leav Aviation führt weiteren Evakuierungsflug aus Tel Aviv durch

Die deutsche Fluggesellschaft Leav Aviation hat am vergangenen Sonntag, dem 29. Juni 2025, einen weiteren Evakuierungsflug im Auftrag des Vereinigten Königreichs durchgeführt. Der Flug führte von Tel Aviv in Israel nach London-Gatwick in Grossbritannien. Zum Einsatz kam dabei ein Airbus A320 der Gesellschaft mit dem Kennzeichen D-ANDI. Diese Operation reiht sich ein in eine Reihe von Sonderflügen, welche die Fluggesellschaft aufgrund der anhaltend angespannten Lage im Nahen Osten bereits durchgeführt hat. Leav Aviation, eine relativ junge deutsche Charterfluggesellschaft, die im Jahre 2021 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Köln hat, hat sich in der aktuellen Krisenregion als wichtiger Partner für Regierungen etabliert. Bereits zuvor hatte die Airline Sonderflüge für die Regierungen Frankreichs und der Niederlande organisiert, welche Passagiere von Jordanien nach Europa brachten. Diese Einsätze unterstreichen die Fähigkeit der Gesellschaft, auch unter schwierigen Bedingungen humanitäre und logistische Unterstützung zu leisten. Die Durchführung solcher Evakuierungsflüge ist ein komplexes Unterfangen, das eine enge Koordination mit den jeweiligen Regierungen und den Luftfahrtbehörden der betroffenen Länder erfordert. Angesichts der Instabilität in der Region sind Fluggesellschaften, die solche Dienste anbieten können, von entscheidender Bedeutung, um die Sicherheit von Staatsangehörigen zu gewährleisten und Reisemöglichkeiten aufrechtzuerhalten, wenn reguläre Flugverbindungen eingeschränkt oder eingestellt werden. Die anhaltende Präsenz von Leav Aviation in der Region und die Bereitstellung ihrer Flugzeuge für derartige Missionen zeigen die Flexibilität und Einsatzbereitschaft kleinerer Fluggesellschaften in aussergewöhnlichen Situationen. Diese Flüge dienen dazu, Personen aus Krisengebieten zu verbringen und tragen zur internationalen Zusammenarbeit in Zeiten regionaler Spannungen bei.

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Globale Nachfrage im Luftverkehr steigt, Nordamerika zeigt Rückgang

Die weltweite Nachfrage im Luftverkehr ist im Mai 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent gestiegen. Dies gab die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) bekannt. Während der asiatisch-pazifische Raum das stärkste Wachstum verzeichnete, zeigte Nordamerika einen seltenen Rückgang. Die Kapazität erhöhte sich im Gleichschritt um 5,0 Prozent, wobei der globale Sitzladefaktor nahezu unverändert bei 83,4 Prozent lag. Im internationalen Reiseverkehr stieg die Nachfrage um 6,7 Prozent, und der Sitzladefaktor erreichte mit 83,2 Prozent einen Rekordwert für den Monat Mai. Regional betrachtet führte Asien-Pazifik mit einem Nachfragewachstum von 13,3 Prozent die globale Entwicklung an, gefolgt von Afrika mit 9,5 Prozent und Lateinamerika mit 8,8 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnete Europa ein moderateres Wachstum von 4,1 Prozent, während Nordamerika mit einem Zuwachs von nur 1,4 Prozent das schwächste internationale Wachstum aufwies. Die afrikanisch-asiatische Route zeigte mit 15,9 Prozent den schnellsten Zuwachs. Im nationalen Reiseverkehr stieg die Nachfrage um 2,1 Prozent, bei einer Kapazitätszunahme von 2,8 Prozent. Auffällig waren die Entwicklungen in verschiedenen Schlüsselmärkten: Brasilien zeigte mit einem Anstieg von 18,3 Prozent das höchste Wachstum im nationalen Bereich. China verzeichnete ein beschleunigtes Wachstum von 7,4 Prozent, und Japan zeigte eine starke Zunahme der Nachfrage um 5,8 Prozent mit einem deutlichen Anstieg des Ladefaktors. Demgegenüber sank die Nachfrage in den Vereinigten Staaten um 1,7 Prozent, was auf eine Verlangsamung der Wirtschaft und weniger Geschäftsreisen zurückgeführt wird. Indien verzeichnete zwar ein Wachstum von 3,1 Prozent, jedoch einen deutlichen Rückgang des Sitzladefaktors um 5,3 Prozentpunkte. Willie Walsh, der Generaldirektor der IATA, hob die insgesamt starke globale Reisestimmung hervor,

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EU-Kommission lenkt im Handelsstreite ein: Basiszölle akzeptiert, doch Ausnahmen für Schlüsselindustrien gefordert

Im eskalierenden Handelsstreite zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika zeichnet sich eine mögliche Deeskalation ab. Wie jüngst bekannt wurde, zeigt sich die EU-Kommission bereit, auf Washington zuzugehen und die von den USA erhobenen Basiszölle von zehn Prozent auf europäische Güter im Prinzip zu akzeptieren. Diese Bewegung auf Seiten Brüssels ist jedoch an eine entscheidende Bedingung geknüpft: Für mehrere Schlüsselindustrien werden Ausnahmen von dieser Regelung gefordert. Insbesondere der zivile Flugzeugbau, die Pharma- und die Halbleiterindustrie stehen im Mittelpunkte dieser Forderungen, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem wichtigen amerikanischen Markte zu sichern. Diese Entwicklungen gewinnen an Dringlichkeit, da eine von US-Präsident Donald Trump gesetzte Einigungsfrist am 9. Juli abläuft, welche bei Nichteinhaltung drastische Zollerhöhungen auf bis zu 50 Prozent zur Folge haben könnte. Der Handelsstreit: Ein komplexes Geflecht von Zöllen und Verhandlungen Der transatlantische Handelsstreit, welcher die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten seit geraumer Zeit belastet, hat eine neue Phase erreicht. Unter der Präsidentschaft Donald Trumps, welcher eine protektionistische Handelspolitik verfolgt, wurden bereits in der Vergangenheit Sonderzölle auf eine Vielzahl von Gütern erhoben, beispielsweiße auf Stahl- und Aluminiumimporte, welche europäische Hersteller empfindlich trafen. Die nunmehr im Fokus stehenden Basiszölle von zehn Prozent auf EU-Güter sind Teil einer breiteren Strategie Washingtons, die Handelsbilanz zu beeinflussen und inländische Industrien zu stärken. Obschon Präsident Trump die Androhung weiterer, deutlich höherer Zölle für die Dauer der aktuellen Verhandlungen ausgesetzt hatte, sind EU-Waren derzeit nicht vollständig zollfrei in den USA. Die US-Regierung hält, mit wenigen Ausnahmen, an einem

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Qatar Airways nimmt Flüge nach Irak und Syrien wieder auf und erweitert Nahost-Dienste

Qatar Airways hat die Wiederaufnahme und Ausweitung ihrer Flugdienste in den Irak und nach Syrien angekündigt. Gleichzeitig stellt die Fluggesellschaft ihre vollständigen Flugpläne nach dem Libanon und Jordanien wieder her, welche vor den jüngsten Störungen galten. Diese Entwicklung erfolgt nach einer Lockerung der Luftraumbeschränkungen und der Einhaltung aktualisierter internationaler Sicherheitsrichtlinien im Luftverkehr. Für den Irak wird die vollständige Wiederaufnahme des Flugbetriebs zwischen dem 30. Juni und 3. Juli erfolgen. Nach Bagdad sind bis zum 8. Juli 16 wöchentliche Flüge geplant. Erbil wird bis zum 9. Juli mit zehn wöchentlichen Verbindungen bedient. Nach Sulaymaniyah werden ab dem 2. Juli sieben wöchentliche Flüge angeboten, während Najaf ab demselben Datum fünf wöchentliche Flüge erhält. Die Stadt Basra wird ab dem 3. Juli siebenmal wöchentlich angeflogen. In Syrien kehren die täglichen Flüge nach Damaskus bis zum 15. Juli vollständig zurück. Ab dem 6. Juli wird zunächst ein täglicher Flug wieder aufgenommen, welcher ab dem 15. Juli auf zwei tägliche Verbindungen erhöht wird. Für den Libanon und Jordanien werden ab dem 1. Juli die vollständigen Flugpläne vor den Konflikten wiederhergestellt. Die Frequenz nach Beirut wird von 14 auf 21 wöchentliche Flüge erhöht, ebenso wie die Verbindungen nach Amman, die ebenfalls von 14 auf 21 wöchentliche Flüge aufgestockt werden. Qatar Airways betont, daß alle Wiedereinführungen von Routen in voller Übereinstimmung mit den internationalen Vorschriften für einen sicheren Flugbetrieb erfolgen. Die Fluggesellschaft sieht in diesem Schritt ein Zeichen für die regionale Stabilisierung und die wachsende Nachfrage. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein für die Wiederherstellung der Luftfahrtkonnektivität in

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Oman Air tritt der Oneworld Allianz bei und erweitert Flugangebot

Oman Air ist offiziell der Luftfahrtallianz Oneworld beigetreten und avanciert zum 15. vollwertigen Mitglied der globalen Fluggesellschaftengruppe. Dieser Schritt festigt die Präsenz der Allianz im Nahen Osten und fällt mit der Einführung einer neuen Nonstop-Verbindung von Oman Air zwischen Maskat und Amsterdam zusammen. Durch diese Erweiterung wird die Reichweite der Oneworld-Allianz in die Golfregion und nach Südasien ausgedehnt. Oman Air ist nach Qatar Airways und Royal Jordanian die dritte Fluggesellschaft aus dem Nahen Osten, die der Oneworld Allianz beitritt. Ihre Aufnahme verschafft Oneworld Zugang zu 42 Zielen in 22 Ländern, welche vom Drehkreuz Oman Airs am Maskater Internationalen Flughafen bedient werden. Nat Pieper, der Geschäftsführer von Oneworld, hob hervor, daß Oman Air der Allianz eine wertvolle strategische Reichweite und einen mehrfach ausgezeichneten Service bringe. Er sieht in dieser Partnerschaft die Erschliessung neuer Verbindungen für die Kunden und eine Stärkung der Position von Oneworld als Allianz für internationale Reisende. Die Mitgliedschaft bei Oneworld ermöglicht es Vielfliegern der Allianz, auf dem Streckennetz von Oman Air Meilen zu sammeln und einzulösen. Zudem profitieren sie von Statusvorteilen wie bevorzugtem Check-in und Boarding sowie Zugang zu mehr als 700 Lounges weltweit. Premium-Passagiere von Oman Air erhalten ebenfalls Zutritt zu den Oneworld-eigenen Lounges, einschliesslich der neu eröffneten Einrichtungen in Amsterdam und Seoul. Gleichzeitig nahm Oman Air einen neuen täglichen Flug zwischen Maskat und dem Amsterdamer Flughafen Schiphol auf. Diese Verbindung soll die Konnektivität zwischen Europa und der Golfregion verbessern. Con Korfiatis, der Geschäftsführer von Oman Air, bezeichnete den Beitritt zur Oneworld Allianz als eine Ehre und

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Gravierender Zwischenfall über Delhi: Air India Boeing 777 verliert nach Start an Höhe

Nur 38 Stunden nach dem tragischen Verlust eines Boeing 787-8 Dreamliners derselben Fluggesellschaft in Ahmedabad, welcher 270 Menschenleben forderte, ist ein weiterer schwerwiegender Zwischenfall bei der indischen Fluggesellschaft Air India bekannt geworden. Die indische Luftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hat eine umfängliche Untersuchung eingeleitet, nachdem eine Air India Boeing 777 kurz nach dem Abflug vom Delhi-Indira Gandhi International Airport (DEL) auf ihrem Wege zum Wiener International Airport (VIE) in Österreich urplötzlich rund 900 Fuß (etwa 300 Meter) an Höhe verlor. Der Vorfall, welcher sich am 14. Juni 2024 ereignete, wirft im Lichte der jüngsten Tragödie erneut beunruhigende Fragen bezüglich der Betriebssicherheit bei Air India auf und hat eine verstärkte behördliche Aufsicht zur Folge. Schockierender Höhenverlust: Der Vorfall von Flug AI187 im Detail Der nunmehr bekanntgewordene Zwischenfall betraf den Air India Flug AI187, welcher planmäßig vom Delhi-Indira Gandhi International Airport (DEL) in Richtung Wien International Airport (VIE) operierte. Die Maschine, eine Boeing 777-300ER mit der Registrierung VT-ALU, hob um 03:16 Uhr Ortszeit in Delhi ab. Es handelt sich um ein Langstreckenflugzeug, welches für die Beförderung von bis zu 345 Passagieren konfiguriert ist und nach einem Crewwechsel in Wien seine Reise nach Toronto in Kanada fortsetzen sollte. Berichten zufolge herrschten zum Zeitpunkt des Abfluges starke Gewitteraktivitäten in der Nähe des Flughafens, eine Wetterlage, die von Flugbesatzungen erhöhte Aufmerksamkeit und präzise Flugführung verlangt. Unmittelbar nach dem Start, während des initialen Steigfluges, als das Flugzeug allgemach vom Flughafengelände aufstieg, erhielt die Besatzung im Cockpit mehrere kritische Warnungen. Das Großraumflugzeug empfing eine Strömungsabrißwarnung

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Emirates erweitert Flugplan und modernisiert Flotte

Die Fluggesellschaft Emirates baut ihren weltweiten Betrieb aus und setzt dabei verstärkt auf modernisierte Flugzeuge vom Typ Boeing 777 und Airbus A380, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Die jüngsten Anpassungen im Flugplan sehen erhöhte Frequenzen zu verschiedenen Zielen sowie den Einsatz von A380-Flugzeugen auf weiteren Strecken vor. Passagiere sollen zudem vermehrt das sogenannte Premium Economy Produkt erleben können. Ab dem 26. Oktober 2025 wird Emirates einen dritten täglichen Flug nach Mailand (EK101/102) mit einer Boeing 777-300ER anbieten. Die Route zwischen Rio de Janeiro und Buenos Aires (EK247/248) wird zu einem täglichen Dienst aufgewertet. Auf der Shanghai-Route EK302/303 kommt der A380 zum Einsatz, während EK304/305 ab dem 20. Juli mit einer modernisierten Boeing 777 bedient wird. Des Weiteren wird der dritte tägliche Flug nach Singapur (EK314/315) im kommenden Winter auf einen A380 umgestellt. Weitere Verbesserungen sind für den 1. Februar 2026 vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt wird der Zürich-Dienst EK85/86 auf einen A380 umgestellt, der eine modernisierte 777 ersetzt. Zudem wird auf dem Zürich-Dienst EK87/88, der ebenfalls mit einem neu modernisierten A380 bedient wird, die Premium Economy eingeführt. Diese verstärkte Nutzung der modernisierten Flugzeuge ist eine Folge des zügigen Kabinen-Upgrade-Programms von Emirates, das im November 2022 begann. Die Fluggesellschaft hat nach eigenen Angaben bereits 60 Flugzeuge vollständig renoviert, wobei pro drei Wochen ein Flugzeug umgebaut wird. Jedes dieser aufgefrischten Flugzeuge verfügt über eine neue Premium Economy Kabine und Verbesserungen in allen anderen Klassen. Trotz jüngster regionaler Turbulenzen berichtet Emirates von einem stabilen Betrieb in ihrem gesamten Streckennetz und fährt die

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Paraguayische Luftwaffe empfängt erste Super Tucano Flugzeuge von Embraer

Die paraguayische Luftwaffe hat offiziell vier leichte Angriffs- und Trainingsflugzeuge vom Typ A-29 Super Tucano vom brasilianischen Luftfahrtkonzern Embraer übernommen. Diese Lieferung stellt die bedeutendste Rüstungsbeschaffung des Landes seit nahezu vierzig Jahren dar und wurde auf der Luftwaffenbasis Silvio Pettirossi nahe Asunción in Anwesenheit hoher Regierungs- und Militärvertreter feierlich begangen, darunter Paraguays Präsident Santiago Peña. General Júlio Fullaondo, der Kommandeur der paraguayischen Luftwaffe, bezeichnete die Indienststellung der Flugzeuge als einen „Sprung vorwärts in unseren operationellen Fähigkeiten“. Er betonte, daß die neuen Maschinen die Luftraumüberwachung, Einsatzbereitschaft und Landesverteidigung stärken werden. Diese Anschaffung sei eine Investition in die Souveränität und Sicherheit des Landes. Die nun erfolgte Auslieferung ist Teil eines Gesamtgeschäftes über sechs Flugzeuge und kennzeichnet eine umfassende Modernisierungsbemühung für die paraguayischen Luftstreitkräfte. Der A-29 Super Tucano ist bei 22 Luftwaffen weltweit im Einsatz, mit über 290 bestellten Einheiten. Das Flugzeug wird für seine Vielseitigkeit gelobt, da es für leichte Angriffe, Aufklärungsmissionen und die fortgeschrittene Pilotenausbildung genutzt werden kann. Embraer feierte kürzlich 600.000 Flugstunden für die Plattform, was deren globalen Erfolg im Einsatz unterstreicht. Bosco da Costa Junior, der Geschäftsführer von Embraer Defence & Security, zeigte sich zuversichtlich, daß der A-29, ein Massstab in seiner Klasse, die gegenwärtigen und zukünftigen Missionsanforderungen der paraguayischen Luftwaffe erfüllen wird. Der A-29 ist für den Einsatz in schwierigen Umgebungen konzipiert und verfügt über moderne Avionik und präzise Zielsysteme. Er ist zudem in der Lage, von unbefestigten Pisten aus zu operieren. Seine Einsatzmöglichkeiten reichen von der Luftnahunterstützung und Luftraumüberwachung bis hin zur Grenzsicherung und Ausbildung von Bodentruppen.

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Rüstungsdeal bahnt sich an: Deutschland gibt Blockade von Eurofighter-Export an die Türkei auf

Nach monatelangen Verhandlungen und einer abwartenden Haltung der bisherigen Bundesregierung zeichnet sich nun ein bedeutender Großauftrag für das Eurofighter-Konsortium ab. Die Türkei steht kurz davor, bis zu 40 neue Eurofighter-Kampfflugzeuge zu bestellen. Wie bekannt wurde, wird die neue Bundesregierung in Berlin ihren Widerstand gegen diesen Rüstungsexport nicht länger aufrechterhalten. Diese Kehrtwende, welche die gemeinsame Linie der anderen Eurofighter-Partnernationen – Großbritannien, Italien und Spanien – stärkt, verspricht eine dringend benötigte Auslastung der Produktionskapazitäten und eine Belebung für die beteiligten Rüstungskonzerne. Die Eckpunkte des Geschicktes, welches einen Vertragswert von etwa fünf Milliarden Euro umfaßt, sind seit März festgelegt, als Großbritannien der Türkei ein Preisangebot unterbreitete. Monatelange Blockade und die Kehrtwende in Berlin Die Verhandlungen über den möglichen Eurofighter-Verkauf an die Türkei ziehen sich bereits seit geraumer Zeit hin und waren von einer bemerkenswerten Uneinigkeit innerhalb des Eurofighter-Konsortiums geprägt. Während Großbritannien, Italien und Spanien von Anbeginn keine Vorbehalte gegen das Geschäft hegten und sich aktiv für dessen Zustandekommen einsetzten, stand Deutschland, insbesondere unter der vorherigen Ampel-Koalition, auf der Bremse. Die Regierung in Berlin zögerte ihre erforderliche Zustimmung über Monate hinaus. Diese Verzögerung war primär auf die mitunter angespannten Beziehungen zwischen den NATO-Staaten Griechenland und der Türkei zurückzuführen, welche aus deutscher Sicht eine sorgfältige Abwägung erforderlich machten. Die Befürchtung, Rüstungsexporte könnten in regionalen Konflikten eine Rolle spielen, führte zu einer restriktiveren Haltung. Zuletzt hatten sich die Rufe nach einer Exportfreigabe aus Berlin jedoch verstärkt. Insbesondere Großbritannien drängte auf eine baldige Entscheidung und unterbreitete der Türkei bereits im März ein konkretes Preisangebot, was die Entschlossenheit

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