Schwere Gewitter haben am Sonntag zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr in Schweden und Norwegen geführt. An beiden Tagen kam es an wichtigen Flughäfen zu Umleitungen und Verspätungen, was die Reisepläne zahlreicher Passagiere durcheinanderbrachte. Die Unwetterfront, die über Skandinavien zog, stellte die Luftfahrtbehörden und Fluggesellschaften vor operative Herausforderungen.
Am Flughafen Göteborg Landvetter in Schweden mußten mehrere ankommende Flüge umgeleitet werden. Ein Flugzeug, das auf dem Weg nach Griechenland war, sah sich zudem gezwungen, kurz nach dem Start umzukehren. Berichte deuteten auf ein kleineres technisches Problem an Bord als Ursache hin. Der Flugbetrieb am Flughafen Landvetter konnte jedoch bis 17:20 Uhr wieder normal aufgenommen werden, nachdem die Wetterlage sich beruhigt hatte und die notwendigen Anpassungen vorgenommen wurden.
Nördlich des Flughafens Oslo Gardermoen in Norwegen führten die Gewitter dazu, daß drei Flüge der Fluggesellschaft Norwegian Airlines umgeleitet werden mußten. Betroffen waren Verbindungen aus Trondheim (Flugnummer DY769, Boeing 737-800, Kennzeichen LN-DYM), Brüssel (DY1247, Boeing 737-800, Kennzeichen LN-ENM) und Bardufoss (DY-335, Boeing 737-800, Kennzeichen LN-ENO). Diese Maschinen wurden zum Flughafen Sandefjord Torp umgeleitet. Einige Flugzeuge kreisten über den Flughäfen, während sie auf Landeerlaubnis warteten, was für die Passagiere an Bord zu zusätzlichen Verzögerungen und Unsicherheiten führte.
Norwegian Airlines warnte vor möglichen Folgeverzögerungen im Flugplan und bat die betroffenen Reisenden um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Die Airline wies zudem auf Schwierigkeiten bei der Organisation von Bodentransporten für die umgeleiteten Passagiere hin. Solche Wetterereignisse können weitreichende Konsequenzen für den gesamten Flugplan einer Airline haben, da Flugzeuge und Besatzungen nicht an den vorgesehenen Orten eintreffen und somit nachfolgende Flüge verspätet oder annulliert werden müssen.