Die Regierung der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump hat ein neues umfassendes Handels- und Investitionsabkommen mit Japan geschlossen. Die Vereinbarung, die vom Weißen Haus am 23. Juli 2025 bekanntgegeben wurde, sieht vor, daß Japan 100 Flugzeuge des Herstellers Boeing erwerben und seine jährlichen Käufe von US-amerikanischer Verteidigungsausrüstung erheblich steigern wird.
Im Rahmen dieses Abkommens wird Japan 550 Milliarden US-Dollar investieren, die von den Vereinigten Staaten zur „Wiederherstellung und Erweiterung zentraler amerikanischer Industrien“ eingesetzt werden sollen. Die USA werden 90 Prozent der Gewinne aus dieser Investition behalten. Laut einer Erklärung des Weißen Hauses sei dies „die größte einzelne ausländische Investitionszusage, die jemals von einem Land gesichert wurde“, und werde „Hunderttausende von US-Arbeitsplätzen schaffen, die heimische Produktion ausbauen und den amerikanischen Wohlstand für Generationen sichern“. Im Segment Fertigung und Luftfahrt hat Japan den Kauf von in den USA hergestellten kommerziellen Flugzeugen zugesagt, was den Erwerb von 100 Boeing-Flugzeugen einschließt.
Darüber hinaus wird Japan seine jährlichen Käufe von US-Verteidigungsausrüstung um „zusätzliche Milliarden von Dollar“ erhöhen, um die Interoperabilität zu verbessern und die Sicherheit der Allianz im indopazifischen Raum zu stärken. Präsident Trump äußerte sich auf der Plattform Truth Social am 23. Juli 2025: „Dies ist eine sehr aufregende Zeit für die Vereinigten Staaten von Amerika, und besonders für die Tatsache, daß wir immer eine großartige Beziehung zum Land Japan haben werden.“
Als Teil der Vereinbarung werden Importe aus Japan einem Standardzollsatz von 15 Prozent unterliegen, was eine Reduzierung gegenüber dem für andere Länder geltenden 25-Prozent-Satz darstellt. Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba erklärte gegenüber lokalen Journalisten, die laufenden Zollverhandlungen seien ein Schlüsselfaktor für die Einigung zwischen den beiden Ländern gewesen. Ishiba betonte, daß diese Diskussionen es ihm ermöglichten, den Zollsatz bei 15 Prozent zu halten. Er erklärte gegenüber dem japanischen Medium Nikkei, man habe daran gearbeitet, eine Übereinkunft zu erzielen, die den nationalen Interessen Japans und der Vereinigten Staaten entspreche. Das Weiße Haus schloß seine Erklärung mit den Worten, dieses Abkommen sei „nicht lediglich ein Handelsabkommen“, sondern vielmehr eine „strategische Neuausrichtung der Wirtschaftsbeziehung zwischen den USA und Japan“.