007 Elements (Foto: Jan Gruber).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Auf über 3.000 Metern: „007 Elements“ – Ganz im Zeichen von James Bond

Werbung

Es braucht schon etwas Mut, einen triftigen Grund oder gleich beides, um eine Touristen-Attraktion, die dem wohl bekanntesten Geheimagenten der Welt, James Bond, gewidmet ist, auf über 3.000 Metern Höhe auf einem österreichischen Berg anzubieten. Gibt es nicht? Und ob es das gibt und zwar in Sölden im Bundesland Tirol.

Doch wie kommt man eigentlich auf die Idee eine Ausstellung so großer Höhe aufzuziehen, dass Besucher im Hochsommer 2025 in den Genuss von Schneefall kommen können? Die Antwort darauf ist ganz simpel: Es handelt sich um einen Original-Drehort des 007-Streifens „Spectre“, in dem Daniel Craig die Hauptrolle spielt. Die Seilbahnen waren schon vorher vorhanden, die Infrastruktur wie zum Beispiel Österreichs höchstgelegenes Haubenlokal – direkt neben „007 Elements“ – ebenfalls. Warum also nicht? Im Winter lässt es sich mit Schwüngen verbinden und im Sommer zum Beispiel mit einer Wanderung oder einer Mountainbike-Tour. Oder einfach mal so schauen wo „Spectre“ in Sölden gedreht wurde.

Während „Ein Quantum Trost“ in der Luftfahrt-Community durchaus für Erheiterung sorgte, denn die 007-Macher verlegten den britischen Flughafen Farnborough mal eben nach Bregenz und suggerierten einen „Bregenz Airport“, der nicht existiert, sind die Schauplätze in Sölden real. Diese können besichtigt werden. Nicht alle Sölden-Szenen wurden in jenem Bereich, in dem sich „007 Elements“ befindet, gedreht. Einige können zu Fuß erkundet werden, denn diese sind im Freigelände, beispielsweise im Bereich einer Bergstraße.

Ganz oben am Berg, wo einst James Bond und Blofeld waren

Doch was erwartet die Besucher eigentlich? Zunächst geht es mit einer Einseilumlaufbahn (Gondel) zur Mittelstation. Dort wird auf eine Dreiseil-Umlaufbahn aus dem Hause Doppelmayr umgestiegen und es geht nun auf über 3.000 Meter. Dort kann es auch in den heißesten Sommermonaten recht kühl sein und mitunter schneit es sogar oder es liegt gar Schnee. Nicht verwunderlich, denn ein Gletscher ist gar nicht mal so weit weg. Somit eignet sich der Besuch der „007 Elements“ im Hochsommer durchaus auch dazu, um Abkühlung zu finden. Jedenfalls sollte man sich erheblich wärmer anziehen als im Tal.

Die Bergbahnen Sölden betreiben die Attraktion selbst und somit ist kein Drittanbieter involviert. Für Touristen hat das durchaus einen Vorteil, denn in manchen Gästekarten sind sowohl die Fahrten mit den Seilbahnen (Berg- und Talfahrt) als auch der Eintritt in die 007 Elements inkludiert. Man kann diese aber auch separat kaufen oder aber Kombikarten, je nachdem was man eben benötigt. Derzeit kostet der Eintritt ohne Seilbahn 25 Euro und mit Berg- und Talfahrt 62 Euro. Zum Beispiel Kinder und Jugendliche erhalten Vergünstigungen. Es ist nicht möglich die Attraktion mit dem Auto zu erreichen, denn dort ganz oben gibt es keine Straße und schon gleich gar keinen Parkplatz. Tickets können sowohl online als auch direkt an den Kassen der Bergbahnen Sölden gekauft werden.

Alles über James Bond und Spectre an einem Original-Drehort

„007 Elements“ widmet sich dem Film-Franchise „James Bond“, das zu den erfolgreichsten überhaupt zählt. Die Besucher erfahren viel über die Entstehungsgeschichte, den Erfinder Ian Flemmig, die „Geburtshelfer“ (Produzenten) Albert R, Broccoli und Harry Saltzman, die 007-Darsteller Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt aber ganz klar auf dem Film „Spectre“. Es wird so einiges ausgestellt, das in diesem Film, mehrheitlich am Drehort Sölden, vorgekommen ist und den einen oder anderen „Making-Of-Clip“ gibt es ebenfalls zu sehen.

Die Räume sind ausgesprochen modern gestaltet und bieten sowohl Fans als auch absoluten 007-Neuliegen die Möglichkeit sich Schritt für Schritt anzunähern, um anschließend das wichtigste zur Geschichte der 007-Reihe, aber auch zu den Drehorten zu wissen. Selbsterklärend: Der Fokus liegt auf Sölden, aber auch andere spektakuläre Orte werden vorgestellt. Viele Requisiten können samt multimedialer Erklärung und teilweise auch „Mitmach-Möglichkeiten“ besichtigt werden. Auch Luftfahrt-Fans kommen auf ihre Kosten, denn jenes Flugzeug, das bei der berühmten Szene, die auf einer nahegelegenen Bergstraße aufgenommen wurde, zum Einsatz kam, ist hier ausgestellt. Fliegen wird es nie wieder können, aber das ist doch ohnehin aus dem Film „Spectre“ bekannt.

Den Abschluss von 007 Elements bildet – wenig überraschend – ein Shop, in dem Fan-Artikel gekauft werden können. Überraschend: Das Preisniveau ist moderat und keinesfalls völlig überteuert wie man es leider von vielen anderen Attraktionen kennt. Schade ist, dass die Möglichkeit sich einen individualisierten „James-Bond-Ausweis“ machen zu lassen, abgeschafft wurde. Natürlich sind das Spaß-Fantasie-Ausweise gewesen, aber dann insofern Originale, weil sie die Sammlung von Hardcore-007-Fans perfekt abrunden konnten oder aber Kindern ein nettes Spielzeug boten.

Nach dem Verlassen der 007 Elements bieten sich sowohl ein „Einkehrschwung“ im „Ice Q“-Restaurant als auch in dessen Kaffeehaus, das sich im gleichen Gebäude befindet, an. Bei schönem Wetter solle aber auf jeden Fall der Tolle Ausblick über die Tiroler Alpen genossen werden und vielleicht auch hier das eine oder andere Foto für Freunde und Verwandte gemacht werden.

Fazit: Tolle Attraktion mit teurer Seilbahnfahrt

Ein Besuch der 007 Elements lohnt sich nicht nur für Touristen und Fans, die aus dem Ausland kommen, sondern auch für Einheimische. Man erfährt sehr viel über den Drehort, das James-Bond-Franchise und das auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Schon allein die „ungewöhnliche“ Anreise mit zwei Seilbahnen macht es zu einem tollen Erlebnis. Preislich ist der Eintritt mit 25 Euro (sofern man schon eine Liftkarte hat) branchenüblich und bedenken sollte man auch, dass ein enormer Aufwand betrieben wurde und betrieben werden muss, um dies in dieser luftigen Höhe anbieten zu können. Inhaber von Touristenkarten sollten sich genau informieren, ob diese die Berg- und Talfahrt und eventuell sogar den Eintritt vielleicht inklusive oder zumindest vergünstigt dabei haben.

Die Bergbahnen Sölden haben mit 007 Elements eine tolle Attraktion, die das Ötztal auf jeden Fall bereichert und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weitere Zielgruppen anzieht, geschaffen. Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass der Fahrpreis für die Berg- und Talfahrt nicht so günstig ist. Die Kombikarte (Seilbahn und 007 Elements) kostet pro Erwachsenem derzeit 62 Euro und somit eher hochpreisig angesiedelt. Man bekommt dafür auch rund 30 Minuten Fahrt (pro Richtung) mit zwei Seilbahnen geboten. Deren Errichtung und Betrieb sind alles andere als kostengünstig und nebst Kunstschnee die Hauptursache dafür warum Schiliftkarten im Winter immer teurer geworden sind. Anders betrachtet: Wie oft besucht man Attraktionen wie 007 Elements? Einmal sollte man es aber auf jeden Fall.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung