Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).
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Ryanair kritisiert Bundesregierung wegen Luftverkehrssteuer

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Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat die deutsche Bundesregierung scharf kritisiert, weil sie im Bundeshaushalt 2026 keine Senkung der Luftverkehrssteuer vorgesehen hat. Die Airline bemängelt, daß Deutschland mit einem Verkehrsaufkommen von nur 87 Prozent des Vorkrisenniveaus im Vergleich zu anderen europäischen Märkten zurückbleibe. Die deutsche Regierung habe eine wichtige Chance vertan, den in ihren Augen rückläufigen Luftverkehrsmarkt zu beleben und Tourismus sowie Arbeitsplätze zu fördern.

Ryanair argumentiert, daß die deutsche Luftverkehrssteuer, die im Mai 2024 erneut erhöht wurde, zu den höchsten in Europa zähle und Deutschland im globalen Wettbewerb benachteilige. Als Beispiel für eine gegensätzliche Politik nennt die Fluggesellschaft Länder wie Schweden, Ungarn und Regionen in Italien, die ihre vergleichbaren Steuern abgeschafft hätten, um das Wachstum zu stimulieren. Laut Dara Brady, dem CMO von Ryanair, sei die Situation des deutschen Luftverkehrsmarktes kritisch und bedrohe Tourismus, Arbeitsplätze und die Anbindung Deutschlands.

Die Airline fordert die Bundesregierung auf, dringend eine Luftverkehrsstrategie zu entwickeln, die nicht nur die Luftverkehrssteuer abschafft, sondern auch die Flugsicherungs- und Sicherheitsgebühren senkt. Würde die Steuer abgeschafft, plant Ryanair nach eigenen Angaben, sofort 3 Milliarden US-Dollar in Deutschland zu investieren, 1.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen und das Passagieraufkommen auf 34 Millionen jährlich zu verdoppeln. Ohne diese Maßnahmen droht Ryanair, Flugpläne in Deutschland zu reduzieren und Kapazitäten auf wachstumsstärkere EU-Märkte zu verlagern.

Die Luftverkehrssteuer, die 2011 in Deutschland eingeführt wurde, war in der Vergangenheit bereits mehrfach Gegenstand von Debatten. Befürworter sehen in ihr eine Einnahmequelle für den Staat, während Kritiker die negativen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und Fluggesellschaften betonen. Die von Ryanair angeführten Gebühren umfassen unter anderem Kosten für die Deutsche Flugsicherung (DFS) und die Luftsicherheitsgebühren, die von den Flughäfen erhoben werden.

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