Die japanische ANA Holdings und das US-amerikanische Unternehmen Joby Aviation haben ihre Zusammenarbeit intensiviert, um elektrische Lufttaxis in Japan einzuführen. Die Unternehmen beabsichtigen, ein Joint Venture zu gründen, um ein neues Lufttaxi-System zu etablieren. Geplant ist der Einsatz von mehr als 100 Joby-Flugzeugen, beginnend in Tokio in den kommenden Jahren. Diese strategische Partnerschaft zielt darauf ab, die urbane Mobilität in der Region zu verändern.
Der Präsident und CEO der ANA Group, Koji Shibata, sieht in den Lufttaxis eine direkte Lösung für städtische Verkehrsprobleme. Das elektrische Senkrechtstartflugzeug (eVTOL) von Joby kann bis zu vier Passagiere befördern und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde. Es soll eine schnelle Alternative zum bodengebundenen Verkehr bieten und Reisezeiten drastisch verkürzen. JoeBen Bevirt, Gründer und CEO von Joby Aviation, bezeichnet Japan als idealen Ausgangspunkt für die neue Luftmobilität.
Die Partner planen, ein umfassendes Ökosystem für den Lufttaxidienst aufzubauen. Dazu gehören ein Netzwerk von sogenannten Vertiports, Pilotenausbildungsprogramme und Wartungsdienste. Bei der Umsetzung soll die Kooperation mit nationalen und lokalen Behörden sowie privaten Unternehmen, wie der Toyota Motor Corporation, verstärkt werden.
Im Rahmen der Expo 2025 in Osaka, Kansai, soll vom 1. bis 13. Oktober ein Joby-eVTOL-Flugzeug in einer speziellen ANA-Lackierung in öffentlichen Demonstrationsflügen präsentiert werden. Die bemannten Flüge werden auf dem Expo-Gelände stattfinden. Das Flugzeug erreicht dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 220 km/h und eine Höhe von fast 300 Metern. Die Demonstrationen, einschließlich des Senkrechtstarts und der Landung, sollen die Leistungsfähigkeit und die Sicherheitsstandards der Technologie demonstrieren.