Boeing 787-9 (Foto: Anna Zvereva).
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Datenschutzbehörden untersuchen Vorfall bei WestJet

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Die Datenschutzbehörden in Kanada haben eine offizielle Untersuchung gegen die Fluggesellschaft WestJet eingeleitet. Grund hierfür ist ein Sicherheitsvorfall, bei dem sich ein unbekannter Angreifer Zugang zu internen Computersystemen des Unternehmens verschafft hat. Einzelheiten zum genauen Umfang und der Art der entwendeten Daten wurden von den zuständigen Behörden vorerst nicht genannt.

Der Vorfall wurde von den Datenschutzbeauftragten Kanadas nach einer Beschwerde gegen WestJet aufgenommen. Die Fluggesellschaft ist verpflichtet, die Sicherheitsvorkehrungen, die sie zum Schutz der personenbezogenen Daten von Mitarbeitern und Kunden getroffen hat, darzulegen. Einem Bericht der kanadischen Zeitung „The Globe and Mail“ zufolge untersucht der Commissioner of Canada die Angelegenheit, um festzustellen, ob WestJet gegen das kanadische Datenschutzgesetz PIPEDA verstoßen hat.

Sicherheitsvorfälle bei Fluggesellschaften sind in den letzten Jahren wiederholt vorgekommen. So mußte die australische Fluggesellschaft Qantas im vergangenen Jahr ebenfalls einen Cyberangriff melden, bei dem Daten von Kunden entwendet wurden. Die zunehmende Digitalisierung in der Luftfahrtindustrie macht Unternehmen anfälliger für solche Angriffe. WestJet hatte in der Vergangenheit bereits mit technischen Problemen zu kämpfen, die zu Flugausfällen führten.

Die Untersuchung der kanadischen Datenschutzbehörden wird sich auf die Frage konzentrieren, ob WestJet angemessene Schutzmaßnahmen ergriffen hat, um die sensiblen Informationen zu sichern. Das Ergebnis der Untersuchung könnte zu Konsequenzen und möglichen Strafen für die Fluggesellschaft führen, falls eine Pflichtverletzung nachgewiesen wird. Die Fluggesellschaft hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert.

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