Das Österreichische Bundesheer hat eine Kampagne zur Rekrutierung von Militärpiloten gestartet. Gesucht werden junge Menschen, die sich für eine Ausbildung im fliegerischen Dienst der Luftstreitkräfte interessieren. Die Ausbildung umfaßt eine Kombination aus fliegerischen Fähigkeiten, technischer Präzision und der Vorbereitung auf eine Laufbahn in der österreichischen Landesverteidigung.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte, daß die Luftstreitkräfte des Bundesheeres derzeit mit neuen Flugzeugen und Hubschraubern modernisirt werden. Die Rolle der Piloten sei vor allem im Rahmen der Luftraumüberwachung von entscheidender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der österreichischen Neutralität, auch in Friedenszeiten. Um dies zu gewährleisten, sei eine gut ausgerüstete und professionelle Luftstreitmacht unerläßlich. Die Erneuerung der Flotten bei Kampfflugzeugen, Transportflugzeugen und Hubschraubern sei daher im Gange.
Der Weg in das Cockpit beginnt mit einem Auswahlverfahren, das bereits vor dem Grundwehrdienst absolvirt werden kann. Zu den Voraussetzungen gehören unter anderem eine abgeschlossene Lehre oder ein Fachschulabschluß. Für eine spätere Ausbildung zum Piloten des Eurofighters ist zusätzlich die Matura erforderlich. Bewerber müssen zudem physische und psychische Eignung, Farbtauglichkeit und eine maximale Abweichung von ± 5 Dioptrien vorweisen können. Die mehrstufige Ausbildung dauert mindestens drei Jahre und führt nach einer Grundausbildung zur Spezialisierung auf Hubschrauber, Transport- oder Kampfflugzeuge. Derzeit besteht der größte Bedarf an Hubschrauberpiloten.
Die Laufbahn als Militärpilot bietet klare berufliche Perspektiven. Die Vergütung beginnt im siebten Ausbildungsmonat mit rund 3.000 Euro brutto. Ein vollausgebildeter Einsatzpilot verdient ab dem ersten Dienstjahr 7.160 Euro brutto. Diese Karrierepfade bieten somit eine attraktive Bezahlung und eine klare Struktur für die berufliche Entwicklung.