Boeing 737 Max (Foto: Boeing).
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Sintflutartiger Regen in Mexiko-Stadt: Flugbetrieb am internationalen Flughafen MEX eingestellt

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Heftige Regenfälle und daraus resultierende Überschwemmungen haben am 10. August 2025 den internationalen Flugverkehr am Flughafen Mexiko-Stadt (MEX) für mehrere Stunden lahmgelegt. Wegen schlechter Sichtverhältnisse und der Überflutung von Rollbahnen sahen sich die Luftfahrtbehörden gezwungen, den Betrieb für Starts und Landungen vorübergehend einzustellen.

Der Flughafendirektor bestätigte in einer Mitteilung, daß die Sperrung drei Stunden lang andauern sollte, um die Sicherheit zu gewährleisten und das aufgestaute Wasser zu beseitigen. Der Vorfall, der zur Umleitung von Dutzenden von Flügen führte und das Chaos am Flughafen verdeutlichte, ist eine direkte Folge der extremen Wetterbedingungen, die die Stadt heimsuchten.

Ein tropischer Starkregen legt den Flugverkehr lahm

Der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt, einer der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt, wurde am Sonntag von einem sintflutartigen Regenguß heimgesucht. Am Nachmittag des 10. August führten die Wassermassen zu erheblichen Überschwemmungen auf dem Rollfeld und den Pisten. Die Sichtverhältnisse verschlechterten sich so drastisch, daß die Flugsicherheitsbehörden in Abstimmung mit der Flughafenleitung eine drastische, aber notwendige Entscheidung trafen: den Flugbetrieb einzustellen.

In einer offiziellen Mitteilung gab die Flughafenverwaltung bekannt, daß die Anordnung zur Aussetzung der Landungen und Starts für die kommenden drei Stunden erfolgte. Ziel war es, die „operativen Kapazitäten wiederherzustellen“ und das gesammelte Regenwasser abzupumpen. Die Sicherheit aller Passagiere und Flugzeugbesatzungen hatte dabei oberste Priorität.

Die Auswirkungen waren sofort spürbar. Laut dem Flugverfolgungsdienst Flightradar24 mußten 66 Flüge während der Schließung umgeleitet werden. Zahlreiche Fluggesellschaften waren von den Störungen betroffen, darunter auch amerikanische und mexikanische Airlines.

  • Eine Boeing 737 MAX 8 der American Airlines mit der Flugnummer aus New York (JFK) mußte nach Dallas (DFW) umgeleitet werden.
  • Eine Boeing 737 MAX 9 von Aeromexico, die aus Orlando (MCO) kam, wurde nach Cancun (CUN) umgeleitet.

Die Passagiere am Flughafen wurden aufgerufen, in Kontakt mit ihrer jeweiligen Fluggesellschaft zu bleiben, um aktuelle Informationen zu ihren Flügen zu erhalten. Die Störung sorgte für lange Wartezeiten, was zu Frustrationen bei den Reisenden führte. Die Flughafenleitung betonte, daß alle Maßnahmen getroffen wurden, um den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Im Laufe der Nacht beruhigte sich die Lage und der Flugbetrieb konnte wieder planmäßig fortgesetzt werden.

Die Stadt im Ausnahmezustand: Regenmassen legen Infrastruktur lahm

Der Flughafen war nicht der einzige Ort, der von den extremen Wetterbedingungen betroffen war. Lokale Medien berichteten, daß die Regenfälle in einigen Stadtteilen von Mexiko-Stadt bis zu 50 Zentimeter hoch waren. Die Stadtverwaltung gab eine „violette Warnung“ heraus, die höchste Warnstufe, die für die Einwohner der Stadt ausgegeben wird. Diese Warnung deutete auf eine Situation hin, die als extrem gefährlich und mit lebensbedrohlichen Folgen verbunden ist.

Die extremen Wetterbedingungen führten nicht nur zu Chaos am Flughafen, sondern auch zu massiven Störungen im öffentlichen Leben. Straßen wurden überflutet, der Verkehr brach zusammen und in einigen Stadtteilen kam es zu Stromausfällen. Die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz, um Menschen aus überfluteten Autos und Häusern zu retten. Der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt, der oft als Tor zur Welt dient, wurde so selbst zu einem Opfer der Wetterlage.

Der Vorfall ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie verwundbar die moderne Infrastruktur gegenüber extremen Wetterereignissen ist. Flughäfen, die auf einen reibungslosen Betrieb angewiesen sind, sind besonders anfällig für Störungen, die durch heftige Regenfälle, Überschwemmungen oder Stürme verursacht werden. Die Sicherheit auf den Pisten kann bei schlechter Sicht und Aquaplaning nicht mehr gewährleistet werden.

Die rasche Wiederherstellung des Betriebs in Mexiko-Stadt zeigt, daß die Flughafenverwaltung und die Luftfahrtbehörden in der Lage sind, auf solche Notfälle zu reagieren. Die Sperrung des Flugbetriebs war eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, die schlimmere Folgen verhindern konnte. Dennoch wirft der Vorfall die Frage auf, wie Flughäfen, insbesondere solche in Regionen, die anfällig für starke Regenfälle sind, sich besser auf solche Wetterereignisse vorbereiten können. In den letzten Jahren haben die Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit verstärkt in Technologien investiert, um die Auswirkungen von Wetterereignissen zu minimieren. Dazu gehören verbesserte Entwässerungssysteme auf den Rollfeldern und fortschrittliche Wetterradarsysteme. Der Vorfall in Mexiko-Stadt zeigt jedoch, daß diese Maßnahmen nicht immer ausreichen und die Sicherheit der Passagiere und des Personals weiterhin an oberster Stelle stehen muß. Die Aufarbeitung des Vorfalls wird wahrscheinlich zu einer Überprüfung der Sicherheitsstandards und der Notfallprotokolle führen, um für ähnliche Situationen in der Zukunft besser gewappnet zu sein.

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