Der Flughafen Wien plant, seine Entgelte für Fluggesellschaften ab dem 1. Januar 2026 zu senken. Die Entgelte für Passagiere sollen voraussichtlich um etwa 4,6 Prozent reduziert werden, die Landegebühren um rund 2,15 Prozent. Diese Anpassung ist eine Folge des Auslaufens einer gesetzlichen Sonderregelung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde.
Ab 2026 werden die Gebühren wieder nach der regulären gesetzlichen Formel berechnet. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Wien stärken. Trotz der erwarteten Einnahmerückgänge hält der Flughafen an seinem laufenden Investitionsprogramm fest, das im Jahr 2025 rund 300 Millionen Euro umfaßt.
Um die finanziellen Auswirkungen der Tarifsenkung abzufedern, hat die Betreibergesellschaft ein unternehmensweites Programm zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung angekündigt. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, daß die geplanten Investitionen, zu denen unter anderem die Süderweiterung des Terminal 3 gehört, wie vorgesehen fortgesetzt werden können.
Die Entscheidung des Flughafens Wien steht im Kontrast zu den Entwicklungen an anderen österreichischen Flughäfen, die für das Jahr 2025 noch eine Erhöhung ihrer Entgelte um bis zu 5,1 Prozent vornehmen.