Die Fluggesellschaft Air Transat sieht sich einer Sammelklage wegen angeblich überhöhter Flugpreise während eines Streiks bei Air Canada im August gegenüber. Die Klage wurde von Anwaltskanzleien beim Obersten Gerichtshof von Quebec eingereicht.
Die Kläger werfen Air Transat vor, die Notlage gestrandeter Passagiere ausgenutzt zu haben. Berichten zufolge wurden die Preise minutenweise erhöht, wobei für einige Economyflüge das Fünffache der normalen Preise verlangt worden sein soll. Ein Passagier zahlte demnach rund 3300 Euro für einen einfachen Flug von Barcelona nach Montreal.
Die Klage stützt sich auf Verbraucherschutzgesetze und das Zivilgesetzbuch von Quebec und zielt auf eine Entschädigung für die betroffenen Passagiere ab. Gefordert werden unter anderem Preisreduzierungen, Strafschadenersatz und die Rückerstattung von Gepäckgebühren.
Die Klage richtet sich an alle Passagiere, die seit dem 14. August Flüge mit Air Transat zu erhöhten Preisen buchten. Ein Gerichtstermin für die Zulassung der Sammelklage steht noch aus. Air Transat äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.