Ein Rechtsstreit zwischen der amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines und dem Internationalen Flughafen San Antonio (SAT) hat eine Wendung genommen, die für den Luftfahrtriesen eine Niederlage bedeutet. Ein Bundesrichter hat die Klage von Southwest Airlines gegen die Stadt San Antonio abgewiesen und den Fall mit dem Zusatz „mit Vorurteil“ (with prejudice) geschlossen, um zukünftige Berufungsversuche auf derselben Grundlage zu erschweren. Im Zentrum des juristischen Disputs steht der geplante, 1,7 Milliarden Dollar teure Neubau des Terminal C, für den die Flughafenverwaltung keine Tore für Southwest vorgesehen hat. Der Konflikt wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Diskrepanz zwischen den Geschäftsmodellen von Low-Cost-Carriern und den ambitionierten Modernisierungsstrategien vieler amerikanischer Flughäfen. Der Kern des Konflikts: Ein Low-Cost-Carrier in einem Premium-Flughafen Der Internationale Flughafen San Antonio befindet sich in einer Phase rasanten Wachstums. Mit über 11 Millionen Passagieren im Jahr 2024 hat er seine Rekordzahlen aus der Zeit vor der Pandemie übertroffen. Die Stadt San Antonio und die Flughafenleitung sehen sich gezwungen, die Infrastruktur dringend zu erneuern, um das Wachstum zu bewältigen. Das Projekt „Elevate SAT“, welches den Bau eines neuen, hochmodernen Terminal C vorsieht, ist die Antwort darauf. Das Projekt soll bis Mitte 2028 fertiggestellt sein und mit bis zu 17 neuen Gates die Kapazität für die kommenden Jahrzehnte sichern. Das geplante Terminal C ist ein Prestigeprojekt. Mit über 850.000 Quadratfuss neuer Terminalfläche, großzügigen Passagierlounges und neuen Einkaufs- und Gastronomiebereichen zielt der Flughafen darauf ab, ein gehobenes Reiseerlebnis zu bieten. Die Vergabe der Gates für das neue Terminal soll nach Kriterien wie Passagierdemographie, Verkehrsaufkommen und