In Deutschland sorgt die Behandlung von Passagieren, die am Sonntag vom Vereinigten Königreich in die Bundesrepublik geflogen sind, für Aufsehen. Diese werden in den Transitbereichen der jeweiligen Airports abgesondert und mussten die Nacht auf Feldbetten verbringen, weil angeblich keine Hotelzimmer zur Verfügung standen.
Zuvor kursierte die Information, dass Reisende mit deutschem Pass normal einreisen können, alle anderen jedoch nach einem verpflichtenden PCR-Test bis zum Vorliegen des Befunds im Transitbereich ausharren müssen. Mittlerweile häufen sich Betroffenenberichte, dass auch Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft „festgehalten“ werden. Mehrere Passagiere berichten übereinstimmend, dass ihnen gesagt wurde, dass die Auswertung des Tests mehrere Tage, mindestens aber 24 Stunden dauern kann und bis zum Vorliegen eines negativen Befunds die Einreise nicht möglich ist.
Theoretisch ist aber die Ausreise in ein anderes Land möglich. So sollen einige Personen wieder freiwillig ins Vereinigte Königreich zurückgeflogen sein, sofern es überhaupt noch Flüge gab, was nicht an jedem betroffenen Airport in Deutschland der Fall war. Dennoch: Die Kritik an der Vorgehensweise der deutschen Behörden ist enorm. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen kündigte gar an, dass die gerichtlich gekippte Einreiseverordnung ungeachtet des Urteils wieder vollzogen wird.
Grund für das Vorgehen an den deutschen Flughäfen ist, dass die Gesundheitsbehörden große Sorge haben, dass sich die im Vereinigten Königreich festgestellte Mutation des Coronavirus in der Bundesrepublik Deutschland ausbreitet. Daher will man nur Personen mit negativem Testergebnis einreisen lassen und die PCR-Abstriche nimmt man selbst.
Die Zustände an manchen deutschen Flughäfen sollen aber menschenunwürdig sein, denn die Passagiere schlafen in abgetrennten Teilen der Transitbereiche der Airports auf Feldbetten, Sitzbänken und zum Teil sogar auf dem Fußboden.
Indes sprechen immer mehr Länder Landeverbote für Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich gestartet sind, aus. Zuletzt die skandinavischen Staaten und die Türkei. Die Entwicklung ist so rasant, dass davon auszugehen ist, dass UK schon sehr bald regelrecht vom Verkehr abgehängt werden könnte.