Das tschechische Eisenbahnunternehmen RegioJet hat heute seinen Betrieb auf der Verbindung zwischen den grössten polnischen Städten Warschau und Krakau aufgenommen. Zunächst verkehrt ein einziges Zugpaar zwischen den beiden Metropolen, jedoch plant der private Anbieter eine umfassende Ausweitung seiner Dienste in Polen. Der erste Zug hatte mehrere Dutzend Passagiere an Bord.
Mit seinem Markteintritt wird RegioJet zum ersten privaten Konkurrenten des bislang staatlich dominierten Eisenbahnmarktes in Polen. Das Unternehmen kündigte an, die Verbindung zum halben Preis des polnischen Staatseisenbahnunternehmens PKP Intercity anzubieten. Ein weiteres Ziel von RegioJet sei, neue Lokführer und weiteres Fachpersonal durch wettbewerbsfähigere Löhne anzuziehen, die über dem Gehaltsniveau von PKP liegen sollen.
An Bord der Züge werden den Reisenden vier Klassen sowie ein Speise- und Getränkeangebot angeboten. Der Fahrplan sieht derzeit einen Halt in Zawiercie sowie drei Bahnhöfe in Warschau vor. Das Unternehmen bereitet bereits weitere Strecken in Polen vor, darunter Verbindungen nach Danzig und Posen. Auch die Einführung von internationalen Linien zwischen Prag und Warschau sowie Warschau und Wien sei in Planung.